Ein dramatischer Vorfall hat am Samstagabend im Rostocker Stadtteil Dierkow für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Spezialkräften gesorgt. Gegen 20.30 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein: Ein Anwohner am Kurt-Schumacher-Ring habe sich mit einem Messer selbst verletzt und drohe weiter mit Suizid.
Als Polizei und Rettungskräfte eintrafen, wurde die Lage schnell brenzlig. Das berichtet die "Bild". Der 46-jährige Deutsche, offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand, bedrohte die Einsatzkräfte mit dem Messer. Die Retter mussten sich zunächst zurückziehen, der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.
Gesprächsversuche scheitern
Während auf einem nahegelegenen Supermarktparkplatz der weitere Einsatz geplant wurde, traf auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) ein. Gesprächsversuche mit dem Mann scheiterten – schließlich fiel die Entscheidung zum Zugriff.
Mit einer Blendgranate wurde der Mann in der Wohnung kurzzeitig desorientiert. Im richtigen Moment stürmten SEK-Beamte die Wohnung und überwältigten den Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt nur mit einer Unterhose bekleidet in der Wohnung befand.
Der Mann hatte laut Polizei bereits mehrere Schnittwunden am Körper. Er wurde unter Polizeibegleitung in ein Rostocker Krankenhaus gebracht. Der Einsatz endete erst kurz vor Mitternacht.