NDR-Doku stellt alles über Ernährung bekannte auf den Kopf – ein Experte klärt auf

Warum sollten sich alle Ernährungsinteressierten die NDR-Reportage anschauen?

In der NDR-DokumentationWas dürfen wir überhaupt noch essen?” wird einfach, verständlich und eindrucksvoll aufgezeigt, warum es bis heute keine Beweise für gesunde Ernährung gibt: Ernährungsstudien widersprechen sich oft, und so wird die Verunsicherung der Menschen größer. 

Eier gelten mal als Cholesterinbombe, mal als perfektes Nahrungsmittel. Auch die Empfehlungen zu Fett und Kohlenhydraten wandeln sich ständig. Das führt zu Misstrauen, Verwirrung und Frustration. 

Die NDR-Dokumentation zeigt Lösungswege aus diesem kulinarischen Dilemma, z.B. das Konzept des „intuitiven Essens”, das ohne Regeln auskommt. Essen, worauf man Lust hat.

Warum kann die Ernährungswissenschaft keine Beweise liefern?

Ernährungsforschung gleicht dem bemitleidenswerten Lesen einer Glaskugel, weil zahlreiche Limitierungen im Studiendesign keine Rückschlüsse auf Ursache-Wirkungs-Beziehungen erlauben - das nennt man Kausalevidenz, also echte Beweise, und die gibt es nicht. 

Stattdessen können die Wissenschaftler nur Korrelationen beobachten, also sie sehen banale statische Zusammenhänge - wissen aber nicht, wie und ob diese auch ursächlich in Beziehung stehen. Daher sind nur Hypothesen und Vermutungen möglich - aber klare Fakten, die gibt es nicht.

Als Beispiel: „Menschen, die öfter Strümpfe tragen, leben durchschnittlich ein Jahr länger als Menschen, die vorwiegend Socken anziehen.“ 

Aus diesem beobachteten Zusammenhang, also dieser Korrelation zwischen „Fußbedeckung und Lebenslänge“ lässt sich jedoch keinesfalls die Kausalität ableiten. „Strümpfe verlängern das Leben!“ - und schon gar nicht die Empfehlung: „Liebe Bürger, zieht Strümpfe an, damit lebt ihr länger als in Socken.“

Wie kann man in Medienberichten über Ernährung ganz einfach erkennen das es sich nur um Korrelationen handelt?

Achten Sie auf Weichspüler-Phrasen! Wenn Sie Wörter wie „könnte”, „scheint zu beeinflussen”, „ist verbunden mit”, „im Zusammenhang stehen mit” oder „Risiko erhöhen”, „vermutlich und vielleicht” lesen, läuten die Alarmglocken! 

Viele Medien möchten gerne Kausalität für Klicks verkaufen, obwohl die Studie nur Korrelationen gefunden hat. Wenn der Titel „Vollkorn verlängert das Leben!” ruft, aber der Text „Vollkornfreunde leben länger - Ballaststoffe scheinen vermutlich dafür mitverantwortlich zu sein” lautet, dann ist das eben mal wieder nur eine banale Korrelation. 

Kausale Studien sind generell rar und viel schwerer durchzuführen - und im Bereich der Ernährungsforschung existiert überhaupt keine Kausalevidenz für "gesunde Ernährung" im Allgemeinen!

Was wir bräuchten, wären mehr teure, aufwändige Interventionsstudien (echte Goldstandard-Studien "RCT") aber die sind in der Ernährung nicht durchzuführen!

Worauf soll ich beim Essen achten, um mich gut und gesund zu ernähren?

Richtig, gut und gesund essen ist sehr einfach. Man muss dazu nur für Abwechslung und Vielfalt im Speiseplan sorgen sowie auf seine individuelle Intuition und persönliche Ethik vertrauen - das ist alles. 

Erst mit dem richtigen, persönlich perfekt passenden Essstil wird das Leben wirklich schön. Wie das konkret geht, erfahren Sie hier. In diesem Sinn: Lassen Sie es sich schmecken - mit Körper und Geist!

Uwe Knop ist Diplom-Ernährungswissenschaftler, Buchautor, und Referent für Vorträge bei Fachverbänden, Unternehmen und auf Ärztefortbildungen. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.