Gemeinde hebt Einbahnregelung auf – Kritik am Bauamt bleibt

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Das Abbiegen von der B318 in die Finsterwalder Straße ist nun testweise wieder möglich. © THOMAS PLETTENBERG

Die Baustelle auf der B318 war Thema im Gemeinderat. Während die Gemeinde bei der Verkehrslenkung nachbessert, bemängeln Anwohner und Gewerbetreibende mangelnde Kommunikation.

Gmund - Seit Montag, 27. Oktober, und noch bis voraussichtlich 7. November ist die B318 zwischen Dürnbach und dem Gmunder Stachus dicht. Wer von Norden kommend ins Tal will, muss ab der Kreuzstraße über die B472 ausweichen. Dass viele Verkehrsteilnehmer einen kürzeren Weg vorzogen und in Dürnbach verbotenerweise entgegen der Einbahnregelung in die Finsterwalder Straße eingebogen sind, hat die Gemeinde jetzt zum Nachbessern veranlasst. Seit Mittwochfrüh ist die Straße wieder in beide Richtungen freigegeben.

„Wir hatten ohnehin unsere Bedenken“, sagt Andreas Angerer, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Wiessee. Bürgermeister Alfons Besel verweist darauf, dass es sich um einen „Test“ handle. „Wenn es nicht klappt, werden wir wieder reagieren“, so Besel. Die zuletzt wegen der Einbahnregelung ausgeschaltete Ampel in Finsterwald werde jedoch nicht wieder aktiviert. Man wolle signalisieren, dass der Verkehr auf der Umleitungsstrecke, der Tölzer Straße, Vorrang habe.

Die Baustelle war auch Thema im Gemeinderat. Auch wenn Besel der Überzeugung war, dass die Umleitung „weitestgehend“ funktioniere, wurde Kritik laut. Vor allem an der Informationspolitik des Staatlichen Bauamts Rosenheim. Die Behörde stand schon im Sommer bei der Teilsanierung der B307 in der Kritik. „Selbst als Anlieger in Dürnbach bekommst du keine Infos, wann man auf die B318 aus- und einfahren darf“, monierte Maria Kaulfersch (FWG). Besel musste ihr beipflichten: Entgegen der Versprechungen habe keine Kommunikation stattgefunden, so Besel. Dies sei auch in der Besprechung aller Tal-Bürgermeister Thema gewesen.

Von fehlender Kommunikation können auch Gewerbetreibende ein Lied singen. „Ich musste einen Bauarbeiter auf der Straße fragen, wann die Straße komplett dicht ist wegen der Asphaltierung“, sagt Ladenbesitzer Klaus Strasser. Er werde kommende Woche drei Tage zusperren. Nicht anders ergeht es den Wirtsleuten vom Gasthof am Gasteig. „Wir erfahren alles immer nur aus der Zeitung“, sagt Peter Stillner. Es sei unmöglich, richtig zu planen. Und auch die Not-Zufahrt über den schmalen Neumüllerweg sei für größere Lieferfahrzeuge unmöglich.

Das Staatliche Bauamt verweist nicht nur auf Pressemitteilungen, seine Internetseite und seinen Instagram-Kanal, sondern auch darauf, dass die Baufirma eigentlich beauftragt worden sei, über Wurfzettel zu informieren. Auch seien sämtliche kommunalen Stellen, Verkehrsbetriebe und Entsorgungsunternehmen informiert worden.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/region-tegernsee/gmund-ort65533/gemeinde-hebt-einbahnregelung-auf-kritik-am-bauamt-bleibt-94012268.html