Auftritt im Koalitionsausschuss: CSU-Forschungsministerin Dorothee Bär kam erneut in Tracht zur Arbeit. Früher hatte ihr das schon Ärger eingebracht.
Berlin – Dirndl statt Business-Look: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat im Bundeskabinett besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die CSU-Politikerin durchbrach die übliche Kleiderordnung und kam im Dirndl ins Bundeskanzleramt.
Der Grund war ein Mitarbeiterfest in ihrem Ministerium, das als Oktoberfest angelegt war, wie eine Sprecherin der Ministerin auf Nachfrage erklärte. Bär sei direkt von der Kabinettssitzung zur Eröffnung der Feier gegangen.
Dorothee Bär im Dirndl bei Kabinettssitzung – Dobrindt bleibt bei Jacket
Weitere Fotos von Nachrichtenagenturen zeigten Bär, wie sie mit Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) scherzt. Ihr Parteikollege trug allerdings nicht Tracht, sondern Jacket.
Die Politikerin aus Franken hat schon öfter mit ihren Outfits für Aufsehen gesorgt. 2015 erschien sie zu einer Bundestagssitzung im FC-Bayern-Trikot.
CSU-Politikerin Bär im Dirndl auf der Regierungsbank – Grüne entsetzt
Tracht im Job ist für Bär schon längst nichts Ungewohntes mehr. Im September 2014 zur Wiesn-Zeit setzte sich Bär im Dirndl auf die Regierungsbank – und erntete dafür saftige Kritik von den Grünen, wie merkur.de von IPPEN.MEDIA damals berichtete.
Dorothee Bär mit FC-Bayern-Trikot im Bundestag – Linkenpolitiker beschwert sich
Und was das Bayern-Trikot angeht: Laut Bild am Sonntag reichte der Linken-Abgeordnete Alexander Ulrich eine Beschwerde wegen Verstoßes gegen die Kleiderordnung beim Bundestagspräsidium ein.
Immerhin kann Bär bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises machen, was sie will, ohne dass eine offizielle Beschwerde möglich ist. Vor ein paar Jahren trug sie bei dem Event eine knallige Kreation der Designerin Marina Hoermanseder: enger Rock und pinkfarbenes Top.
Ein Oktoberfest gibt es in Berlin übrigens überhaupt nicht. Bär könnte sich also auch die Frage gefallen lassen, was sie sich als gebürtige Bayerin eigentlich dabei gedacht hatte, die bayerische Tradition in Berlin replizieren zu wollen. (dpa/frs)