Von der Passion bis zur Fußball-WM: Das neue Jahr bietet viele besondere Momente. Wir haben nachgefragt, worauf sich die Menschen freuen.
Das alte Jahr ist zu Ende, doch 2026 wartet viel Tolles, auf das man sich bereits jetzt freuen kann. Was sind die Highlights im nächsten Jahr? Wir haben uns umgehört.
Erdings Stadtpfarrer Martin Garmaier ist sich sicher: Sein Highlight im Frühjahr ist die theatralische Aufführung des Passionsspiels. Mit der Volksspielgruppe Altenerding plant er drei Aufführungen in der Kirche St. Johannes. Daran sind Alt und Jung beteiligt. „Die Jüngsten, die mitmachen, sind 16/17 Jahre alt. Bis 70 haben wir jedes Alter dabei“, sagt er. Eine solche szenische Art der Darstellung sei „etwas ganz Neues“ und sorge bei ihm für große Vorfreude. Die Aufführungen im Rahmen eines Gottesdienstes finden ab dem 13. März an drei Freitagen statt.
Max Kronseder hat bereits mehrere Highlights im Kalender: Besonders freut er sich auf den Kultursommer in Wartenberg am 24. Juli. „Ich spiele da Open Air mit meiner Band DeSchoWieda. Darauf freue ich mich sehr.“ Auch das Tollwood-Festival in München im Sommer steht oben auf seiner Liste. Dort ist er als Freund und Manager vom Oimara bei dessen Konzert dabei. Er sei zuversichtlich, dass die 6000 Tickets für das Konzert weggehen: „Ein paar sind noch da.“
Privat ist Kronseder gespannt auf die Kreisliga-Qualifikationsrunde, denn er ist Trainer der D-Jugend des TSV Wartenberg und wurde mit den Burschen 2025 Meister in der Kreisklasse. Nun möchte er mit seinen Sportlern aufsteigen.
Birgitt Binder ist Geschäftsführerin des Jakobmayer in Dorfen. Der begeht 2026 sein 15-jähriges Bestehen – im Herbst feiert Binder dies mit vielen Künstlern. „Es kommen Künstler, die von Anfang an dabei waren und unsere Bühne sozusagen warmgespielt haben“, erzählt sie und meint: „Ich persönlich freue mich eigentlich auf alle, denn ich kenne viele schon sehr lang. Es wird ein buntes Programm.“ Ein weiteres Highlight werde das siebte Saitenfestival im Mai, zu dem die spanische Frauenband Las Migas kommt: „Sie verbinden klassischen Flamenco mit Popmusik.“
Sinnflut-Urgestein Börnie Sparakowski freut es, dass das Festival auch 2026 stattfindet. Gerade trudeln immer noch Bewerbungen verschiedener Künstler ein, gleichzeitig ist ihm wichtig zu betonen: „Sinnflut ist einfach ein Gesamtkunstwerk.“ Schließlich sei von den Ständen über Musik, Theater, Tanz und darstellende Kunst alles dabei. „Und die Möglichkeit, dass sich verschiedene Kunstrichtungen präsentieren, ist noch lange nicht ausgeschöpft.“
Die neue Zusammenarbeit mit der Stadthalle, mit der im Eisstadion vier Konzerte mit gut 10 000 Zuschauern stattfinden sollen, sei wunderbar. Dass sowohl „die alten Dinosaurier“ The Sweet oder die Spider Murphy Gang dabei sind, freue ihn genauso wie die Jüngeren mit Kamrad oder Culcha Candela anzusprechen.
Sepp Heilmeier ist Trainer von Bezirksliga-Nord-Tabellenführer SV Walpertskirchen und im sportlichen Sinne wunschlos glücklich. „Für 2026 wünschen wir uns, dass es so weitergeht. Sei es im Verein, bei uns in der Mannschaft oder der Jugend.“ Der Trainer stellt den Zusammenhalt, die Euphorie und den Fleiß des gesamten Vereins in den Vordergrund. Ein Aufstieg mit seiner Mannschaft wäre schön, doch für ihn sei wichtiger, dass es den Menschen, die er kennt, gut geht.
In Altenerding bei der Jungbauernschaft laufen die Vorbereitungen für das Maibaumaufstellen auf dem Hofmarkplatz bereits auf Hochtouren, erklärt Schriftführerin Pia Orthuber. „Endlich ist wieder was in Altenerding los, das Spaß macht, wo viele Leute zusammenkommen und für Jung und Alt etwas geboten ist“, erklärt sie vorfreudig. Die genauen Termine und Programmpunkte stehen noch nicht ganz fest. Der Veranstaltungsbeginn ist für den 3. April vorgesehen – Ende ist, freilich, am 1. Mai.
Das Maibaumstüberl steht vor dem Sepp-Brenninger-Stadion. „Es sind verschiedene Veranstaltungen für Jung und Alt geplant, darunter kulinarische Angebote und Partys.“ Das Aufstellen ist das Jahreshighlight, aber in dem fast 800 Mitglieder zählenden Verein sind ebenso die jährlichen Faschingspartys und interne Ausflüge geplant. Auch wenn sich da so manches bei der Organisation überschneidet, ist sich Orthuber sicher: „Das kriegen wir schon hin.“
Der Streetart-Künstler Daniel Westermeier aus Walpertskirchen, in der Szene bekannt als Mr. Woodland, blickt euphorisch auf das kommende Jahr. „Ich plane im Oktober eine Soloausstellung im Frauenkircherl“, erzählt er. Doch warten nicht nur in Erding große Projekte auf den Künstler: „Wenn alles klappt, habe ich einen Auftrag in Kanada“, freut er sich. „Die Chancen stehen gut.“ Im Frühjahr darf er zudem in Berlin auf die Fassade eines Blumengeschäfts ein florales Kunstwerk zaubern. Geplant sei eine Frau mit vielen Blumen: „Das wird ziemlich cool.“
CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz will sich generell auf das nächste Jahr freuen: „Ich denke, wir brauchen Optimismus, bei all den Herausforderungen im Land und auch auf globaler Ebene.“ Sein Plan: Begegnungen – und bei der politischen Arbeit etwas voranbringen. Konkret freut er sich „auf die Fußball-Weltmeisterschaft mit einer hoffentlich überzeugenden deutschen Mannschaft. Und auf Momente, wo man durchatmen kann.“