Bad Wiessee, Gmund und Tegernsee haben sich schon für den Bau eines gemeinsamen Tal-Hallenbads entschieden, in Rottach-Egern, Kreuth und Waakirchen steht das Votum noch aus. Es wird spannend.
Kreuth/Waakirchen – Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider hat die Solidaritätsappelle der Nachbargemeinden in Sachen kommunales Hallenbad vernommen. „Es stört“, sagt er. Offenbar sei bei den Kollegen im Tegernseer Tal nicht angekommen, dass es Kreuth nicht an Solidarität mangele, sondern an Finanzkraft. Aber auch in Kreuth wird in öffentlicher Sitzung über den Beschlussvorschlag des AK Kommunales Schwimmen beraten: am Donnerstag, 10. April.
Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Im Vorfeld, so Bierschneider, habe er aber schon früh klargemacht, dass Kreuth mit einer anderen finanziellen Ausstattung zurechtkommen müsse als die Nachbarn. Die Gemeinderäte Bad Wiessee und Gmund haben dem Bau eines gemeinsamen Sport- und Familienbads ebenso zugestimmt wie jetzt der Tegernseer Stadtrat. Am Dienstag, 8. April, folgt das Votum des Rottacher Gemeinderats, es dürfte positiv ausfallen.
In Kreuth fehlt‘s an den Rücklagen
Kreuth, so Bierschneider, könne aber leider nicht in Rück㈠lagen greifen, um einen Beitrag zum kommunalen Hallenbad zu leisten. Eine Kreditaufnahme würde voraussichtlich nicht genehmigt. Nach der jetzigen Kalkulation soll Kreuth 2,2 Millionen Euro als einmalige Investition beisteuern. Hinzu käme ein jährlicher Beitrag von 160 000 Euro zur Deckung des Verlusts.
Waakirchen entscheidet erst im Mai
Die gleichen Summen soll auch Waakirchen fürs Hallenbad aufbringen. Angesichts der Uneinigkeit im Tegernseer Tal hatte sich die Gemeinde im März 2024 aus dem Arbeitskreis verabschiedet, um ein konkretes Konzept abzuwarten. Dies liege jetzt anscheinend vor, meint Bürgermeister Norbert Kerkel. Er werde das Thema auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung nehmen, aber erst im Mai. Vor einer Entscheidung müsse eine Vorstellung des Konzepts erfolgen. Derzeit liege ihm nur ein Schreiben vor.