Eine Allgemeinärztin aus England ist für fünf Monate suspendiert worden, nachdem sie eingeräumt hatte, bewusst falsche Arzttermine angelegt zu haben.
Dr. Helen E. arbeitete im Stenhouse Medical Centre in Arnold und buchte im Juli 2024 zwei Termine mit Patienten, die sie bereits zuvor am selben Tag behandelt hatte. Laut "People" war das Ziel, ihre Schicht kontrolliert zu beenden, um ihre Kinder bis 18 Uhr abholen zu können.
General Medical Council urteilt über Fehlverhalten
Der Vorfall ereignete sich am 17. Juli 2024. Eisenhauer sollte um 16:45 Uhr Feierabend machen, fürchtete jedoch, kurzfristig weitere Patienten zugeteilt zu bekommen. Zwei Tage später fiel einem Kollegen auf, dass zu einem Termin keine Notizen existierten. Eisenhauer ergänzte diese später, obwohl die Konsultation nie stattgefunden hatte. Der Fall wurde vor dem General Medical Council (GMC) verhandelt.
Ärztin gesteht Täuschung und zeigt Reue
Vor dem Tribunal erklärte E., sie habe sich in einer Phase großer Belastung befunden und Schwierigkeiten gehabt, Beruf und Familie zu vereinbaren. Sie räumte ein, unehrlich gehandelt zu haben, und zeigte sich "zutiefst beschämt". Laut "People" verwiesen ihre Anwälte zudem auf Schlafmangel und die Sorge, bei verspäteter Abholung die Kinderbetreuung zu verlieren.
Urteil: Fünf Monate Suspendierung trotz milder Umstände
Der Vorsitzende des Tribunals erklärte, Eisenhauer habe mit ihrem Verhalten professionelle Standards missachtet und das Vertrauen ihrer Kollegen untergraben. Trotz der besonderen Umstände entschied sich das Gremium wegen der Fälschung von Patientenakten für eine fünfmonatige Suspendierung.
In einem Facebook-Post äußerte sich kürzlich auch die Praxis zu dem Vorfall. Darin heißt es: "Als im Juli 2024 erstmals Bedenken geäußert wurden, führte die Praxis eine umfassende interne Untersuchung durch, woraufhin entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden, einschließlich einer Selbstmeldung an den GMC durch Dr. E. (Anm.: Name von der Redaktion gekürzt)."
Man wolle sich nicht weiter äußern. "Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, das Wohlbefinden von Dr. E., unseren Mitarbeitern und Patienten zu gewährleisten und gleichzeitig eine mitfühlende, sichere und zuverlässige Versorgung sicherzustellen."