Wegen Verdachts auf Drohnen-Spionage kontrollierten Beamte einen 41-Jährigen. In seiner Wohnung entdeckten sie kinder- und jugendpornografisches Material.
Regensburg / Bamberg – Ein 41-jähriger Mann aus dem Landkreis Bamberg steht im Verdacht, mit einer Drohne heimlich durch Wohnungsfenster gefilmt zu haben. Darüber berichtete die Polizei in einer Pressemitteilung. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten kinder- und jugendpornografisches Material. Der Mann wurde festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Zeuge meldet verdächtige Drohne bei Polizei
Der Fall kam am Montagabend ins Rollen, als ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei Alarm schlug. Er hatte eine Drohne beobachtet, die vor seinem Haus umherflog, sowie ein verdächtiges Auto in der Nähe. Die Beamten reagierten schnell und kontrollierten das Fahrzeug in Bad Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Am Steuer fanden sie den 41-Jährigen sowie eine Drohne mit abgeklebten Lichtern.
Die abgeklebten Lichter der Drohne weckten bei den Ermittlern sofort den Verdacht auf illegale Aktivitäten. Solche Manipulationen werden häufig vorgenommen, um unentdeckt zu bleiben und heimliche Aufnahmen zu machen. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes an.
Drohnen sorgen derweil vor allem im Kontext des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine für Schlagzeilen – aktuell testet Russland flammenwerfende Drohnen.
Mehrere Speichermedien mit Kinderpornografie entdeckt
Bei der Hausdurchsuchung machten die Beamten einen erschreckenden Fund: Mehrere Speichermedien mit kinder- und jugendpornografischem Material kamen zum Vorschein. Nach Angaben eines Polizeisprechers soll der 41-Jährige auch selbst kinderpornografische Inhalte angefertigt haben. Die Drohnenaufnahmen gehörten laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft jedoch nicht zu diesem Material.
Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den Mann. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf mutmaßliches Herstellen und Besitzen von kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. (Quelle: dpa), (fhz)