Noch kein Bürgermeisterkandidat: Gemeinde sucht dringend Bewerber

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Habachs Bürgermeister Michael Strobl ist zuversichtlich, dass sich ein guter Nachfolger findet. © Cordula Denk

Kurz vor der Kommunalwahl fehlt in Habach ein Bürgermeisterkandidat. Der amtierende Bürgermeister Michael Strobl bleibt dennoch optimistisch.

Habach – Weder die Unabhängige Wählergemeinschaft Habach-Dürnhausen (UWG) noch die „Dürnhausner Liste“ konnten nach ihren Aufstellungsversammlungen einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren. Christian Kennerknecht (UWG) und Alexander Merkl (Dürnhausner Liste) haben in einem Infoblatt, das am 4. Dezember an sämtliche Habacher Haushalte verteilt wurde, diese Situation dargestellt und potentielle Bewerber aufgerufen, sich bis Jahresende zu melden. Auskunft über Verdienst und Arbeitsaufwand gebe die Verwaltungsgemeinschaft, heißt es in der Mitteilung.

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Die Heimatzeitung hat dort nachgefragt. Astrid Rehmet von der Verwaltungsgemeinschaft kann hier nicht mit konkreten Zahlen aufwarten, da die Arbeitszeit eines Bürgermeisters von dessen Vorkenntnissen abhänge. Auch angestrebte und auszuführende Projekte, die Teilnahme an Abend- und Wochenendveranstaltungen, die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und die Personalausstattung der Verwaltung spielen eine Rolle. Was die Ausstattung des Personals betrifft, ist die Verwaltungsgemeinschaft gut aufgestellt: Vier zusätzliche Angestellte unterstützen die Bürgermeister aus Habach, Obersöchering, Antdorf und Sindelsdorf. Der Bayerische Gemeindetag gehe bei einer durchschnittlichen Amtsausübung von rund 40 Wochenstunden aus.

„Bis jetzt habe ich noch keine Anfragen erhalten“, so Rehmet. Auch bei den Vertretern der „Dürnhausner Liste“ und der UWG wurde noch kein Bewerber um den Rathaussessel vorstellig.

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Der amtierende Bürgermeister wirbt für den Posten: „Es ist so interessant und macht viel Spaß“

Was sagt Bürgermeister Michael Strobl dazu, der selbst nicht mehr kandidiert (wir berichteten)? „Ich bin optimistisch, dass sich jemand bereit erklärt und den Job gerne machen möchte.“ Man merkt Strobl seine Begeisterung an, wenn er von seinem Amt spricht: „Es ist eine wunderbare Aufgabe mit der Möglichkeit, den Ort mitzugestalten.“ Gefragt, wieviel Zeit er investiert, erklärt Strobl, dass er nie Stunden gezählt habe, wenn es darum ging, Projekte umzusetzen. „Es ist so interessant und macht viel Spaß, beispielsweise ein neues Gewerbegebiet zu entwickeln oder einen Dorfladen zu schaffen. Da war‘s mir immer egal, ob gutes Bergwetter war oder um acht Uhr abends der ,Tatort, im Fernsehen kam.“

Einmal habe er mitten unter dem Abendessen seinen Löffel beiseitegelegt und sei ins Büro gefahren, weil ihm eine rettende Idee für ein Projekt gekommen sei. „Ein Sportler, der den ersten Platz erreichen will, schaut ja auch nicht, wieviel Stunden er trainiert.“ Er kenne nur Bürgermeister, die mit Begeisterung bei der Sache wären, so Strobl weiter. Und so jemanden wünscht er sich auch für Habach.