Weil er die Quote zu 105 Prozent erfüllt, braucht der Landkreis Miesbach vorerst keine weiteren Geflüchteten aufnehmen. Die Suche nach neuen Unterkünften geht aber weiter.
Landkreis – Mit 1687 Geflüchteten erfüllt der Landkreis Miesbach die Quote aktuell zu 105 Prozent, teilte Landrat Olaf von Löwis jüngst beim Pressegespräch nach der Bürgermeisterdienstbesprechung im Orgelzentrum Valley mit. Damit habe man zuletzt auch vier Busse mit weiteren Flüchtlingen abwenden können. Mehr als die Hälfte der Geflüchteten stamme aus der Ukraine.
Positive Erfahrungen mache man mit der Sammelunterkunft mit 350 Plätzen bei der Vivo in Warngau, betonte der Landrat. Dies liege auch an der Betreiberfirma Gratus: „Die hängen sich sehr rein.“ Weiter auf Hochtouren läuft derweil die Suche nach einem Ersatz, wenn die Unterkunft 2027 wie vereinbart schließen muss. Eine Umfrage unter den Helferkreisen habe ergeben, dass mehrere kleinere Einheiten von um die 50 Plätze besser wären als eine große Einrichtung oder eine zu kleinteilige Unterbringung in Privathäusern.
Asyl-Zahlen bayernweit rückläufig
Ob es überhaupt noch so viele Plätze braucht, ist gemäß der bayernweiten Rückgänge bei den Asylzugängen zumindest offen. Laut Innenministerium haben im Oktober 58 Prozent weniger Menschen Asyl in Bayern beantragt als im Vorjahresmonat, bei Geflüchteten aus der Ukraine waren es 18 Prozent weniger. Damit einher geht auch die Ankündigung des Freistaats, schon im nächsten Jahr eine Reihe an Unterkünften stillzulegen. Vom Landratsamt waren dazu gestern keine auf den Landkreis Miesbach bezogenen Zahlen oder Informationen zu bekommen.