2025 könnte es in der Jachenau mit dem Bau des Radwegs und mit dem Hochwasserschutz an der Großen Laine vorangehen. Außerdem feiert die Feuerwehr Jubiläum.
Jachenau – 2025 könnte ein spannendes Jahr für die Jachenau werden. Denn möglicherweise geht es mit zwei Großprojekten, die die Gemeinde seit Jahren beschäftigen, entscheidend voran. Bei Bürgermeister Klaus Rauchenberger bleiben aber Restzweifel.
Hochwasserschutz an der Großen Laine
Relativ gut schaut es für den Baubeginn beim Hochwasserschutz an der Großen Laine aus. Zuletzt hat die Gemeinde die Kostenbeteiligungserklärung unterzeichnet. „Jetzt hoffen wir definitiv, dass mit dem Bau begonnen wird“, sagt Bürgermeister Klaus Rauchenberger, „egal, von welcher Seite her“. Worauf er anspielt: Prinzipiell war vorgesehen, dass die Arbeiten im Bereich zwischen Setzplatz und der Einmündung in die Jachen beginnen, wo eine Aufweitung des Bachbetts vorgesehen ist. Das Problem: Der nötige Grund gehört zwar der Gemeinde, doch laut Rauchenberger räumt der ehemalige Pächter das Areal nicht.
Daher hatte Rauchenberger ins Spiel gebracht, mit der Hochwasserschutzmaßnahme am anderen Ende anzufangen, nämlich am Schützenhaus-Parkplatz. Hier soll ein Deich errichtet werden. Nach aktueller Schätzung kostet die Maßnahme, die sich über drei Jahre erstrecken wird, 2,9 Millionen Euro. Die Gemeinde muss 480.000 Euro beisteuern, den Rest bezahlt der Freistaat.
Radweg Lenggries-Jachenau: Hoffen auf Fortsetzung
Weitergehen könnte es 2025 mit dem Bau des Radwegs Lenggries-Jachenau. Das habe der Freistaat zumindest zugesagt, erklärt Rauchenberger. Konkret geht es um das nächste Teilstück zwischen Weiden und Höfen. Der Knackpunkt auf dieser Strecke ist seit einiger Zeit geklärt. Die Frage war, wie der Radweg zwischen Bäcker und Höfen durch eine Engstelle zwischen Jachen und Staatsstraße 2072 geführt werden könnte. Die Wahl des Staatlichen Bauamts fiel am Ende auf die Lösung, die Staatsstraße Richtung Berghang zu verlegen. „Die teuerste Variante“, wie Rauchenberger anmerkt. Die Finanzierung ist aber gesichert, sie kommt zu 75 Prozent aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes.
Sorgen macht dem Bürgermeister ein anderer Punkt: Für den Bau sei eine neue FFH-Prüfung nötig. Die gebe es zwar. „Aber sie ist älter als fünf Jahre.“ Rauchenberger befürchtet nun, dass ein neues Gutachten verlangt wird. Das kostet nicht nur Geld, sondern dauert auch – schließlich müsse dafür die Natur über eine ganze Vegetationsperiode beobachtet werden. Ob 2025 also tatsächlich gebaut wird? „Ich zweifle daran“, sagt Rauchenberger.
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Einsteigen wolle die Gemeinde aber auf jeden Fall in die Planung des Bauabschnitts von Höfen bis zum Anschluss an das bestehende Radwegstück zwischen Raut und Rehgraben und eventuell in Richtung Dorf – falls sich hier der Grunderwerb klären lasse.
Breitbandausbau in der Jachenau
Weitergehen soll es laut dem Bürgermeister im neuen Jahr auch mit dem Breitbandausbau. Ans schnelle Internet angeschlossen seien bislang der Bereich zwischen Fleckhaus und Höfen sowie einige Neubaugebiete. Nun müsse die Gemeinde überlegen, wie es von Höfen Richtung Walchensee weitergeht, und die entsprechenden Aufträge ausschreiben. Generell seien die weite Zersiedlung und die Einzellage etlicher Anwesen ein Problem. „Im Talbereich geht es sicher weiter, aber besonders hinter dem Walchensee-Südufer steht noch ein Fragezeichen – nicht dass uns die Kosten explodieren“, sagt Rauchenberger.
Feuerwehr braucht neues Einsatzfahrzeug
Gedanken wird sich die Gemeinde 2025 über ein neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr machen müssen. „Das alte ist 45 Jahre alt und in die Jahre gekommen – obwohl es noch nicht viele Kilometer drauf hat“, sagt der Bürgermeister.
Die Feuerwehr müsse erklären, welches Fahrzeug mit welcher Ausrüstung sie braucht, dann werde es Gespräche mit der Gemeinde geben. Dass es 2025 schon zum Kauf kommt, schätzt Rauchenberger aber als „nicht ganz realistisch“ ein. Fest stehe: „So etwas kostet schnell viel Geld.“
Überlegungen zur Ganztagsbetreuung
Überlegungen muss die Gemeinde zum Thema Ganztagsbetreuung anstellen. Ab 2026 tritt bekanntlich ein Rechtsanspruch für die ersten Grundschulkinder in Kraft. Die Jachenau mit ihrer kleinen Ferdinand-Feldigl-Schule (rund 40 Schüler) könne sich den Bau neuer Räumlichkeiten oder die Einstellung von Personal für die Nachmittagsbetreuung nicht leisten, sagt Rauchenberger. Es seien vermutlich nur einzelne Familien, die die Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen, meint er. Deswegen werde man eine Kooperation mit einer Nachbargemeinde ins Auge fassen.
Festzelt für Feuerwehr-Jubiläum
Gefeiert wird 2025 natürlich auch in der Jachenau. Höhepunkt: das 150-jährige Jubiläum der Feuerwehr. Dazu wird von 26. bis 29. Juni ein Festzelt aufgestellt, und es gibt einen Festtag mit Isarwinkler Blaskapellen. (ast)