Mega-Alpen-Analyse: Teuerster Ski-Ort liegt in Österreich – Deutschland überrascht

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Ein Skiurlaub war nie ein günstiges Vergnügen. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Es gibt große Unterschiede bei Preisen für Skipass und Unterkunft.

München – Der Start der Ski-Saison 2024/25 steht unmittelbar bevor. Im November öffnen die großen Skigebiete in Österreich, der Schweiz und Deutschland ihre Pisten. Noch ist vielerorts kaum Schnee in Sicht, auch wenn das Wetter in Deutschland vor einem Wintereinbruch stehen könnte. Doch sobald die Saison losgeht, soll – auch mithilfe von Schneekanonen – jeder Ski-Fan auf seine Kosten kommen. Doch wie viel muss für den Ski-Urlaub im Winter gezahlt werden?

Günstig wird es nicht, wie eine Preistabelle von Skigebieten in Österreich kürzlich zeigte. Ein Ferienportal hat nun eine große Analyse durchgeführt und Preise für Unterkunft und Skipässe in 273 Skigebieten in Europa verglichen.

Ski-Preisindex 2024/25: Neue Studie vergleicht Preise für Unterkunft und Skipass in 273 Skigebieten

Jahr für Jahr gibt das Portal holidu.de, auf dem die Buchung und Vermietung von Ferienunterkünften angeboten wird, einen Ski-Preisindex heraus. Die neue Studie zeigt: Skifahren bleibt ein teures Vergnügen. Dennoch variieren die Preise je nach Land deutlich.

Ski-Preisindex 2024/25 – so wurden die Daten der Studie erhoben

Für die Studie wurden alle Skigebiete in Europa mit mehr als 20 Kilometern Skipisten berücksichtigt. Für die Preisanalyse wurden die Medianpreise für Ferienhäuser pro Person und Nacht aus der internen Datenbank gezogen. Es wurden die Reisezeiträume vom 22.12.2024 bis 29.12.2024 (Hochsaison) und vom 23.03.2025 bis 30.03.2025 (Nebensaison) berücksichtigt. Die Preise für Tages-Skipässe wurden von den offiziellen Websites der Skigebiete entnommen. Wenn saisonale Preise für 2024/2025 nicht verfügbar waren, wurden die Preise für 2023/2024 als Referenz verwendet.

Der durchschnittliche Tagespreis pro Person wurde aus dem Medianpreis pro Nacht für die Unterkunft und dem durchschnittlichen Skipasspreis berechnet. Wenn Skigebiete den gleichen durchschnittlichen Tagespreis aufwiesen, wurde das Skigebiete mit der größeren Anzahl an Pistenkilometern bevorzugt. Die Daten wurden im Oktober 2024 erhoben. (Quelle: holidu.de)

Teuerstes Skigebiet liegt in Österreich – auch in Italien und der Schweiz ist es oft nicht billig

Unter den zehn teuersten Ski-Regionen Europas finden sich in der Studie je drei Skigebiete in Österreich und Italien sowie vier in der Schweiz.

Der teuerste Ski-Ort liegt in Österreich: Das Skigebiet Obergurgl-Hochgurgl im Ötztal mit 108 Pistenkilometern. Auf der Website des Tourismusverband Ötztal Tourismus wird damit geworben, dass Obergurgl-Hochgurgl „eines der besten, schneesichersten Skigebiete der Alpen“ sei. Das hat offenbar auch seinen Preis – der durchschnittliche Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass beträgt laut Ski-Preisindex 284 Euro.

Auf Rang zwei der Preisanalyse landet Zermatt (Schweiz/322 Pistenkilometer) mit 256,50 Euro, Platz drei belegt der Hintertuxer Gletscher mit 245 Euro (Österreich/60 Pistenkilometer).

Teuerstes Skigebiet: Deutschland erst auf Rang 65 zu finden

Das kostspieligste Skigebiet in Deutschland ist derweil an der Zugspitze auf Platz 65. Mit einem durchschnittlichen Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass von 137 Euro ist es deutlich günstiger als das Top-Trio. Allerdings gibt es an der Zugspitze mit nur 20 Pistenkilometern auch deutlich weniger Skihänge zu befahren.

Rang/Skigebiet durchschnittl. Tagespreis pro Person für Unterkunft/Skipass Pistenkilometer
1. Obergurgl-Hochgurgl (Österreich) 284 Euro 108
2. Zermatt (Schweiz) 256,50 Euro 322
3. Hintertuxer Gletscher (Österreich) 245 Euro 60
4. Cortina d'Ampezzo (Italien) 234 Euro 120
5. Obertauern (Österreich) 214 Euro 100
6. Val Gardena – Gröden (Italien) 212,50 Euro 175
7. Madonna di Campiglio (Italien) 207 Euro 60
8. St. Moritz – Corviglia (Schweiz) 201,50 Euro 163
9. Arosa Lenzerheide (Schweiz) 200,50 Euro 225
10. Verbier/La Tzoumaz (Schweiz) 198,06 Euro 200
(...)
65. Zugspitze (Deutschland) 137 Euro 20
(...)
271. Mount Parnassos – Fterolakka/​Kellaria (Griechenland) 46 Euro 36
272. Seyne - Le Grand Puy (Frankreich) 45,50 Euro 22
273. Réallon (Frankreich) 44,50 Euro 30

Viele Pistenkilometer gibt es für Ski-Urlauber auch günstig

Indes müssen viele Pistenkilometer nicht zwingend gleichbedeutend mit einem hohen Preisindex sein. Die drei größten Skigebiete des Rankings landeten im Mittelfeld des Rankings.

Les 3 Vallées (Val Thorens/Les Menuires/Méribel/Courchevel) in Frankreich hat unglaubliche 600 Pistenkilometer zu bieten, zu einem durchschnittlichen Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass von 125,50 Euro (Platz 100). Ebenfalls 600 Kilometer Skipiste befinden sich im französischen Les Portes du Soleil auf Rang 130 des Ski-Preisindex, hier zahlen Urlauber durchschnittlich einen Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass von 135,75 Euro. Das drittgrößte Skigebiet innerhalb der Studie ist Via Lattea (Sestriere/Sauze d’Oulx/San Sicario/Claviere/Montgenèvre) in Italien, es verfügt über insgesamt 400 Pistenkilometern. Ein durchschnittlicher Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass von 116 Euro bedeutete Rang 125 im Ski-Preisindex 2024/25.

Skifahrer fahren neben einem Lift die Piste hinunter
Skifahren kann ins Geld gehen. Eine neue Studie hat nun die Preise in 273 Skigebieten verglichen. © Sabine Dobel/dpa

Ski-Preisindex 2024/25: Wer es besonders günstig haben möchte, muss weite Anreisen in Kauf nehmen

Eine Analyse aus Österreich befand jüngst, Skifahren werde langsam zum „Freizeitvergnügen der Besserverdiener“. Für die drei günstigsten Skigebiete im Ski-Preisindex 2024/25 müssten deutsche Ski-Urlauber derweil bei der Anreise einige Kilometer hinter sich bringen. Am billigsten wird der Skiurlaub in Réallon. Der französische Ort befindet sich im Südosten von Grenoble nahe der Grenze zu Italien. Hier zahlt man als durchschnittlichen Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass nur 44,50 Euro, hat aber auch lediglich 30 Pistenkilometer zur Verfügung. Noch beschaulicher ist es auf den insgesamt 22 Kilometern Skipiste in Seyne - Le Grand Puy (Frankreich/45,50 Euro). Eine der weitesten Anreisen des Rankings erfordert das Skigebiet Mount Parnassos – Fterolakka/​Kellaria in Griechenland mit 36 Pistenkilometern (46 Euro).

Vergleicht man diese Werte mit dem Ski-Preisindex von 2023/24 fällt auf: Auch am Ende des Rankings haben die Preise angezogen. Im Vorjahr war Roubion les Buisses (Frankreich/30 Pistenkilometer) mit einem durchschnittlichen Tagespreis pro Person für Unterkunft und Skipass von nur 40 Euro noch das günstige Skigebiet – in der Saison 2024/25 kostet der Ski-Spaß hier im Schnitt 48 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von satten 20 Prozent. Dagegen sind die Anhebungen der Ski-Preise in Réallon (43 Euro auf 44,50 Euro/3,5 Prozent) und Seyne - Le Grand Puy (44 Euro auf 45,50 Euro/3,4 Prozent) noch moderat. Unterdessen wurde kürzlich bekannt, dass die Preise für Skipässe in der Saison 2024/25 steigen – um bis zu zehn Prozent. (kh)

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