Die milden Tage täuschen, denn Modelle zeigen kühle und nasse Phasen, die das bunte Treiben im Rheinland beeinträchtigen könnten.
Der Straßenkarneval im Rheinland lebt von Nähe, Farben und langen Stunden im Freien. Noch zeigen sich die Tage vor Weiberfastnacht vergleichsweise freundlich. Doch die Ruhe trügt. Wetterdienste und Modelle skizzieren eine Lage, die sich in kurzer Zeit umkehren kann. Zwischen mildem Februarwetter und winterlichen Rückschlägen liegt nur ein schmaler Grat. In dieser Übergangszeit entscheidet jede Verschiebung großer Druckgebiete darüber, ob Jecken im Trockenen feiern oder frierend im Regen stehen.
Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Weiberfastnacht eher mit kühlem und wechselhaftem Wetter. Eine Meteorologin des DWD rät laut Rheinischer Post, ein regenfestes Kostüm einzuplanen. Der mögliche Kaltluftschub könnte schon am 12. Februar eintreffen und regional sogar Schnee bringen. Sicher sei nur, dass es Niederschläge geben wird.
Wettermodelle zeigen große Unsicherheiten für das Wetter in NRW Mitte Februar
Die jüngsten Berechnungen des ECMWF zeigen für Rosenmontag in Teilen von Deutschland sogar Tageswerte im Frostbereich. Das wäre für viele Feiernde besonders ungemütlich. Laut dem Modell könnten die Temperaturen am Morgen deutlich unter null liegen, bevor Sonnenschein tagsüber leichte Erwärmung bringt. Der DWD warnt schon vor glatten Straßen an Weiberfastnacht.
Diese frostigen Signale gelten jedoch als unsicher. Schon geringe Verschiebungen der Luftmassengrenze entscheiden, ob milde Atlantikluft ihre Wirkung zeigt oder kontinentale Kälte dominiert. Das erschwert die Vorhersage erheblich. Für Besucher bedeutet das, die Lage eng zu verfolgen. Sollte die kalte Variante überwiegen, wird warme Kleidung unverzichtbar.
Der Februar gilt laut Rheinischer Post im Rheinland meteorologisch klar als Winter. Einstellige Werte, Regen und kurze Frostphasen sind typisch. Auch langfristige Modelle zeigen mögliche Kaltluftzufuhr ab dem 9. Februar, ausgelöst durch eine Verschiebung der großräumigen Druckverteilung. Je nach Entwicklung kann die Luftmassengrenze weiter nach Süden rutschen und eiskalte Polarluft anziehen. Alternativ könnte aber auch eine Westströmung einsetzen, die milde 8 bis 14 Grad bringt.
Der Karneval in NRW liegt damit in einer wechselhaften Wetterphase. Regen, Frost und milde Einschübe wechseln sich ab und fordern flexible Planung. Ein warmes und wetterfestes Kostüm bietet Sicherheit, auch wenn sich die Lage noch ändern kann. Während viele nun ihr Outfit anpassen, ist es wichtig zu beachten: Diese Kostüme sind verboten – die Polizei droht mit bis zu 10.000 Euro Strafe.