Winter bis März? Meteorologe warnt vor langer Kälte wegen eines gespaltenen Polarwirbels

  1. Startseite
  2. Welt

Kommentare

Der schwache Polarwirbel über dem Nordpol sorgt für außergewöhnliche Wetterphänomene. Steht Deutschland ein Märzwinter mit Kälte und Schnee bevor?

Schnee, Frost und glatte Straßen prägen aktuell auch weiterhin den Alltag in vielen Teilen Deutschlands. Während im Südwesten die Temperaturen tagsüber bereits auf bis zu elf Grad steigen können, hält sich im Nordosten hartnäckiger Dauerfrost. Die Wetterlage bleibt dabei fragil, denn auch nachts verursachen glatte Straßen Probleme. Der Deutsche Wetterdienst mahnt, sich nicht von lokal milden Temperaturen täuschen zu lassen, da der Frühling vorerst noch auf sich warten lässt. Die Frage, wann der Winter endgültig weicht, beschäftigt aktuell viele – und das nächste Comeback könnte bereits bevorstehen.

Winter bis März? Meteorologe warnt vor langer Kälte wegen eines gespaltenen Polarwirbels © IMAGO / Dreamstime

Die Wetterlage in Deutschland könnte sich noch einmal drastisch verändern. Grund dafür ist ein schwacher stratosphärischer Polarwirbel über dem Nordpol, der sich derzeit in zwei Teile gespalten hat. Laut Meteorologe Jan Schenk gegenüber FOCUS online führt dies zu einem seltenen, aber bedeutenden Phänomen: einem sogenannten Polarwirbel-Split. „Ein Teil des Polarwirbels liegt über Nordamerika, der zweite über Europa, quasi über Norddeutschland“, erklärt Schenk. Aktuell wird dieser Effekt durch ein Hochdruckgebiet verstärkt. Die Folge davon könnte ein deutlicher Kälteeinbruch sein – möglicherweise sogar bis in den März hinein.

Der Polarwirbel-Split könnte den Frühlingsbeginn weit nach hinten verschieben

Der Einfluss des Polarwirbel-Splits auf das europäische Wetter ist komplex und vielschichtig. Schenk erläuterte, dass dabei Kaltluft aus Grönland nach Europa strömen könnte, was schon im Februar erste Auswirkungen zeigen würde. Eine weitere mögliche Komplikation ist die „plötzliche Stratosphärenerwärmung“. Dabei ändern sich die Temperaturverhältnisse über dem Nordpol. „Da kann es in zwei bis sechs Wochen noch mal zu einem großen Kälteeinbruch kommen. Das muss nicht bei uns sein, das kann auch woanders sein. Aber die Gefahr ist deutlich erhöht, dass vielleicht Ende Februar oder sogar im März noch mal ein Kälteeinbruch auf uns zukommt.“, so der Meteorologe.

Die Prognosen für Deutschland zeigen, dass winterliche Verhältnisse weiterhin anhalten könnten. „Frühling im Februar ist noch nicht angesagt“, so Schenk. Selbst regionale Plusgrade ändern nichts an der generellen Kaltwetterlage, die momentan weite Teile Deutschlands beherrscht. Dies betrifft vor allem den Nordosten des Landes, wo Dauerfrost und Schneefälle dominieren. Die Chancen auf einen baldigen Wetterumschwung bleiben vorerst also ungewiss. Die Kaltluft könnte sich über Europa lokal unterschiedlich auswirken – von Dauerfrost bis hin zu starken Schneefällen.

Die aktuelle Wetterlage sollte also nicht unterschätzt werden, denn ein möglicher Märzwinter könnte den Frühlingserwartungen vieler Menschen zunichtemachen. Dennoch gibt es durchaus Vorteile, die niedrige Temperaturen mit sich bringen können. Auch wenn Sie bei diesen winterlichen Verhältnissen möglicherweise nicht an Gartenarbeit denken, ist diese unliebsame Aufgabe am einfachsten bei Frost. So hätte der Verzögerte Frühling zumindest einen praktischen Nutzen.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/kaelteeinbruch-durch-polarwirbel-split-droht-ein-maerzwinter-94143330.html