Frau von Gene Hackman starb an gefährlicher Hantavirus-Erkrankung – das sind die Symptome
Ermittler haben die Todesursachen von Gene Hackman und seiner Ehefrau bekannt gegeben. Hackman starb an Herzleiden, seine Frau fiel dem tückischen Hantavirus zum Opfer.
Santa Fe – Die Ermittler haben in einer Pressekonferenz Licht ins Dunkel gebracht und die Todesursachen des Oscar-Preisträgers Gene Hackman und seiner Frau Betsy Arakawa offengelegt. Demnach erlag Hackman vermutlich seiner schweren Herzkrankheit. Seine Frau war bereits eine Woche zuvor verstorben – aufgrund einer Infektion mit Hantaviren.
Gene Hackman: Seine Frau starb an tückischem Hantavirus – Verwechslungsgefahr mit Grippe
Die Familie der Hantaviren umfasst Erreger, die beim Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können. Laut dem Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums, gesund.bund.de, fungieren vorwiegend Nagetiere wie Mäuse und Ratten als Überträger. Die Infektion erfolgt bei Menschen in der Regel durch die Inhalation von kontaminiertem Staub, der Ausscheidungen infizierter Tiere enthält. Zudem besteht die Möglichkeit einer Ansteckung durch unmittelbaren Kontakt mit den Nagetieren oder ihren Exkrementen. Eine Hantavirus-Infektion kann aufgrund ihrer Symptome leicht für eine Grippe gehalten werden.
Typische erste Anzeichen sind:
- Müdigkeit
- Plötzlich auftretendes hohes Fieber über 38,5 Grad
- Schüttelfrost
- Starke Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen
- Husten
- Kurzatmigkeit
Im weiteren Verlauf können schwerwiegende Komplikationen auftreten:
- Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen
- Schwere Lungenprobleme
In den USA gibt es besonders gefährliche Hantavirus-Varianten
„Hantaviren kommen weltweit vor. Es gibt verschiedene Hantaviren, die ein ähnliches Krankheitsbild verursachen“, heißt es auf dem Gesundheitsportal des Ministeriums. In den USA, gibt es eine besonders gefährliche Ausprägung der Erkrankung, das sogenannte Hantavirus Pulmonary Syndrome (HPS). Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC warnt: „HPS kann tödlich sein. 38 Prozent der Menschen, die Atemwegssymptome entwickeln, können an der Krankheit sterben.“
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Die in Europa auftretenden Hantaviren lösen hingegen häufiger das „Hemorrhagic Fever with Renal Syndrome“ (HFRS) aus, welches vornehmlich die Nieren befällt. Die CDC gibt an, dass die Mortalitätsrate bei HFRS üblicherweise geringer ausfällt als bei HPS. Die Hirschmaus gilt als primärer Überträger in den westlichen US-Bundesstaaten, einschließlich New Mexico, wo Arakawa und Hackman ihren Wohnsitz hatten. Im Ukraine-Krieg breitete sich das Hantavirus innerhalb russischer Truppen aus.
Hantavirus-Erkrankung: Tödliches Schicksal für Hackmans Frau – Diagnose schwierig
In Deutschland unterliegt die Inzidenz von Hantavirus-Erkrankungen starken jährlichen Schwankungen. Dies steht in engem Zusammenhang mit den Populationsdichten der Wirtstiere. Jahre mit reichhaltigem Nahrungsangebot für Nagetiere korrelieren mit einem Anstieg der menschlichen Infektionsfälle. Während 2022 lediglich rund 140 Erkrankungsfälle registriert wurden, belief sich die Zahl 2021 auf über 1700. Die Regionen im Nordwesten, Westen und Süden Deutschlands, in denen die Rötelmaus als Hauptüberträger des Puumalavirus beheimatet ist, sind besonders stark betroffen.
Die Früherkennung einer Hantavirus-Erkrankung gestaltet sich aufgrund der unspezifischen Symptomatik als äußerst komplex. Laut der Website des Gesundheitsministeriums kann eine zuverlässige Diagnose erst durch den Nachweis von Antikörpern im Blut gestellt werden, was frühestens zwei bis drei Wochen nach der Infektion möglich ist.
Hackmans Frau erlag dem Hantavirus: Begrenzte Behandlungsmöglichkeiten
„Es gibt keine spezifische Behandlung für eine Hantavirus-Infektion. Die Patienten sollten eine unterstützende Behandlung erhalten, einschließlich Ruhe, Flüssigkeitszufuhr und Behandlung der Symptome“, schreibt das CDC. Der Fokus der Therapie liegt auf der Symptomlinderung. Schwere Krankheitsverläufe können eine intensivmedizinische Versorgung mit Maßnahmen wie künstlicher Beatmung oder Dialyse erforderlich machen.
Folgende Maßnahmen können das Infektionsrisiko deutlich senken:
- Vermeidung von Kontakt zu Nagetieren und deren Ausscheidungen
- Regelmäßige Reinigung und Lüftung von Räumen, in denen sich Nagetiere aufhalten könnten
- Sichere Aufbewahrung von Lebensmitteln und Beseitigung von Abfällen
- Verwendung von Schutzkleidung und Atemschutz bei Reinigungsarbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen
Auch die Omikron-Variante des Coronavirus könnte laut Forschenden wohl von Mäusen stammen.