- Der vollständige Artikel von Malte Arnsperger, auf den sich die folgende Kommentar-Analyse bezieht, ist hier verfügbar: Trump stoppt Energie-Projekte und zieht Wut auf sich: "Unglaublich rücksichtslos"
Der Stopp mehrerer Offshore-Windprojekte an der US-Ostküste durch die Trump-Regierung spaltet die Leserschaft deutlich. Während Befürworter wirtschaftliche Vernunft und Sicherheitsinteressen betonen, warnen Kritiker vor energiepolitischem Rückschritt, Jobverlusten und langfristigen Schäden für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele. Die Kommentare spiegeln ein stark polarisiertes Bild zwischen Zustimmung zu Trumps Kurs und grundsätzlicher Skepsis gegenüber seinen energie- und wirtschaftspolitischen Motiven.
Kritik an Trump Energiepolitik
Die meisten Leser bewerten den Stopp der Offshore-Windprojekte als energiepolitischen Rückschritt. Sie verweisen auf ungenutzte Potenziale bei Wind und Sonne und auf den wachsenden Strombedarf durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Das Einfrieren weit fortgeschrittener Projekte erscheine widersprüchlich und schade der Versorgungssicherheit. Tatsächlich steigt der Stromverbrauch in den USA wieder deutlich, während der Ausbau erneuerbarer Energien regional stockt. Kritiker vermuten politische oder wirtschaftliche Motive hinter der Entscheidung. Sie sehen ein Muster, fossile Energien zu begünstigen und Klimaziele zurückzustellen, während Folgen für Arbeitsplätze und Innovation ausgeblendet würden.
"Fast fertige Windkraftanlagen zu stoppen ist genauso unsinnig wie Kohle- und Atomkraftwerke abzuschalten und durch neue Gaskraftwerke zu ersetzen." Zum Originalkommentar
"Gerade wo die USA in eine Energiekrise, was Strom anbelangt, läuft, kann die Entscheidung nur falsch sein. Es wird immer mehr Energie benötigt, vor allem für die KI-Serverfarmen. Langfristig werden diese Entscheidungen den USA schaden." Zum Originalkommentar
"Wie bei vielen anderen Dingen hat Trump auch hier in Sachen erneuerbare Energie wenig bis gar keine Ahnung, obwohl die USA bei Wind und Sonne durchaus mehr Möglichkeiten hätten als viele andere Staaten. Aber was willst du machen, wenn du einen sturen alten Mann an höchster Stelle sitzen hast, der mit neuer Technik nichts anzufangen weiß." Zum Originalkommentar
Zustimmung zu Trump Energiepolitik
Ein anderes Lager verteidigt den Kurs der Regierung. Diese Kommentatoren loben, dass Trump Wahlversprechen umsetze und staatliche Eingriffe begrenze. Offshore-Windprojekte gelten ihnen als teuer, subventionsabhängig und als Risiko für steigende Strompreise. Ein Stopp schütze Steuerzahler und Industrie. Tatsächlich hängen viele Projekte von staatlichen Förderungen ab. Befürworter verweisen auf günstige Energie aus Gas, Atom- und Wasserkraft und sehen Wachstum als Priorität. Klimapolitik tritt hier hinter Wettbewerbsfähigkeit zurück.
"Man kann über Trump sagen, was man will, aber er setzt im Großen und Ganzen das um, wofür er gewählt wurde, da kann sich also kein Wähler beschweren." Zum Originalkommentar
"Endlich mal einer, der diesem Quatsch ein Ende bereitet. Windenergieanlagen bringen fast nichts, brauchen ewig, bis sie sich amortisieren, und zerstören die Umwelt, weiter so." Zum Originalkommentar
"Eine richtige Entscheidung. Die USA sieht an Deutschland, wie der Strompreis durch Windräder und Photovoltaik steigt." Zum Originalkommentar
Skepsis gegenüber Windenergie Nutzen
Unabhängig von parteipolitischen Positionen äußern viele Kommentatoren Zweifel am Nutzen von Windenergie. Sie verweisen auf schwankende Einspeisung, hohe Netzkosten und die Abhängigkeit von Reservekraftwerken. Deutschland dient dabei häufig als Negativbeispiel. Fachlich erhöht Windenergie den Bedarf an Netzen und Ausgleichsmechanismen, senkt aber Brennstoffkosten. Kritiker betonen offene Fragen zu Wirtschaftlichkeit, Infraschall und Landschaftseingriffen. Der Stopp der US-Projekte erscheint ihnen daher sachlich gerechtfertigt.
"Die Entscheidung dürfte im Gegenteil sowohl Steuer- als auch Energiezahler in den USA entlasten. Die fünf nun gestoppten Offshore-Windparks an der US-Ostküste wären stark auf staatliche Förderungen angewiesen gewesen. Für alle geplanten Offshore-Windprojekte an der Ostküste werden potenziell Bundes-Steuergutschriften in dreistelliger Milliardenhöhe geschätzt; ein erheblicher Teil entfiele auf diese fünf Großprojekte. Ohne diese Förderungen wären sie wirtschaftlich nicht tragfähig." Zum Originalkommentar
"Das mit dem Infraschall von Windanlagen bei uns ist auch nicht final geklärt bzw. wird verharmlost oder gern unter den Tisch gekehrt. Mal abgesehen von der teuren Doppelstrategie, teure Großstromleitungen von Nord nach Süd zu bauen und gleichzeitig das ganze Land trotzdem noch überall mit Windrädern vorzustellen." Zum Originalkommentar
Kritik an Trump Wirtschaftspolitik
Andere User weiten die Kritik aus und bezweifeln, dass das Wirtschaftswachstum bei den Bürgern ankommt. Hohe Preise und steigende Lebenshaltungskosten belasteten viele Haushalte, während der Windkraft-Stopp Investitionen bremse. Die Entscheidung gilt ihnen als kurzsichtig und als Teil einer Politik, die langfristige Kosten ausblendet. Zugleich äußern einige die Erwartung, dass Europa technologisch profitieren könnte, während die USA an Innovationskraft verlieren.
"Viele schreiben hier von den 4,3 % Wirtschaftswachstum, nur was kommt davon bei den Menschen an? Offensichtlich nichts. Die Zölle zahlt der US-Bürger, die Medikamentenpreise sind nicht um die versprochenen 1500 % gesunken und die Arbeitslosigkeit steigt weiter an, während Trump sich auf einen Krieg mit Venezuela vorbereitet." Zum Originalkommentar
"Stillstand ist Rückstand, sagt man. Die europäischen Unternehmen im Maschinenbau werden davon profitieren, denn US-Konkurrenten fallen zunehmend aus. Gleichzeitig wird der technologische Vorsprung europäischer Firmen weiter wachsen. Die Folgen der Trump-Politik werden jedoch die amerikanischen Bürger bezahlen ..." Zum Originalkommentar
Generelle Kritik an Berichterstattung über Trump
Ein weiteres Lager richtet den Blick auf die Berichterstattung. Diese Kommentatoren werfen Medien vor, Trumps Entscheidungen reflexhaft zu skandalisieren oder unzureichend zu prüfen. Sie fordern mehr Fakten zu Förderkosten, Sicherheitsprüfungen und wirtschaftlichen Effekten. Andere kritisieren eine Überpräsenz Trumps, die von europäischen Themen ablenke. Gemeinsam ist diesen Stimmen das Misstrauen gegenüber medialer Zuspitzung.
"Also in unseren Medien wird permanent der Name Trump erwähnt. Egal, was dieser Mann von sich gibt. Egal, ob sinnvoll oder auch nicht. Jeden Tag, oft zwei oder drei verschiedene Berichte, was der amerikanische Präsident auch sagt. Mal eine Frage. Ist das denn wirklich so wichtig für uns in Deutschland ..." Zum Originalkommentar
Zustimmung zu Sicherheitsbedenken
Ein Teil der Leser stützt ausdrücklich die vom Weißen Haus genannten Sicherheitsargumente. Große Offshore-Windparks könnten Radarsysteme an militärisch sensiblen Küsten stören. Vergleichbare Diskussionen gibt es auch in Europa. Die User fordern, diese Bedenken ernsthaft zu prüfen. Zwar arbeiten Behörden an technischen Lösungen, doch aus Sicht dieses Lagers rechtfertigen offene Fragen zumindest eine Pause. Klimaschutz müsse hier hinter Verteidigungsinteressen zurückstehen.
"Die Sicherheitsbedenken des Verteidigungsministeriums sind berechtigt. Radarfunktion an der Ostküste wird durch bisher geplante Anordnung der Windturbinen empfindlich gestört. Auch Schweden z.B. hat dieses Problem beim Radarempfang an der Küste bezgl. russischer Flugzeuge und hat den Bau gestoppt. Etwas mehr Hintergrundinformation wäre schon angebracht." Zum Originalkommentar
"Anstatt die Einwände von Trump zu widerlegen, höre ich nur, wie einige Interessengruppen über Trump schimpfen. Sogar Vorwürfe, die mit der Sache eigentlich nichts zu tun haben. Wenn Bedenken bestehen und Probleme überprüft werden müssen, ist das vollkommen legitim." Zum Originalkommentar
Sonstiges
Hier versammeln sich Kommentare die keinem Cluster angehören. tel handelt es sich um sarkastisch, ironische Wortmeldungen.
"Wundert das etwa noch jemand?" Zum Originalkommentar
"Bei uns (Arizona) kostet die kWh 10 US-Cent. Dank Wasserkraftwerk, Kohlekraftwerk und Atomkraftwerk. Die Industrie zahlt noch weniger." Zum Originalkommentar
"Alles kein Problem. Elon Musk will im All Rechenzentren bauen, dann braucht es den zusätzlichen Strom auf der Erde gar nicht ..." Zum Originalkommentar
Wie beurteilen Sie die Entscheidung Trumps, Windprojekte zu stoppen: Ideologische Blockade, notwendige Prüfung oder kluger Weitblick? Diskutieren Sie mit – Ihre Perspektive zur Energiezukunft und deren gesellschaftlichen Folgen ist gefragt.