Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Landwirt Dieter Felser präsentiert sein Vorhaben „Multifunktionsprojekt“ für die Penzinger Ortsmitte im Gemeinderat.
Penzing – Die Präsentation des Vorhabens von Landwirt und Unternehmer (Ammersee Cattle Ranch) Dieter Felser aus Windach/Greifenberg passt perfekt in die Zeit. Nicht nur, weil das Fest unmittelbar bevorsteht, sondern vor allem wegen der Entwicklung in der Gemeinde. Zum Jahreswechsel schließt mit dem Gasthof Frank das letzte noch verbliebene Gasthaus, Übernachtungsmöglichkeiten sind Mangelware, neues Wohnen gern gesehen. Allemal, weil der Bedarf mit der Entwicklung der „Area 61“ auf dem ehemaligen Fliegerhorst ständig steigt: „Wir sprechen von 50.000 Übernachtungen pro Jahr – Tendenz steigend“, verdeutlicht Bürgermeister Peter Hammer (CSU).
Neue Ortsmitte für Penzing: Wunschliste des Bürgermeisters abgearbeitet
All das ist Felser nicht entgangen, er packte die Gelegenheit beim Schopf und erwarb zu seinen zwei Grundstücken (mit Baurecht) zwischen Pfetten- und Fritz-Börner-Straße ein drittes (ohne Baurecht). Und Felser suchte frühzeitig den Kontakt zum Gemeindeoberhaupt: „Was braucht ihr?“ Die Wunschliste Hammers mündete dann in das ,Multifunktionsprojekt Ortsmitte Penzing‘, das Felser zusammen mit Architekt Michael Birnthaler vergangene Woche im Gemeinderat vorlegte.
Auf dem gut 8.000 Quadratmeter großen Areal ist zunächst ein Boardinghouse mit bis zu 89 Wohneinheiten vorgesehen – drei, über Laubengänge verbundene Gebäude mit bis zu drei Etagen plus Dachkubus. Allesamt als Module in Holzbauweise. Als Zielgruppe für längere Aufenthaltszeiten nennt Dieter Felser nicht nur die Beschäftigen der „Area 61“, sondern auch andere Firmen in der näheren Umgebung – Rational, ADAC, Hilti und Delo.
Ortsmitte Penzing mit Biergarten
In einem vierten Gebäude der neuen „Ortsmitte Penzing“ ist Gastronomie (420 Quadratmeter) mit Biergarten vorgesehen, zudem Gemeinschaftsraum sowie ein Bereich für Fitness/Wellness (320) und Büroflächen. Bis zu 75 Wohnungen soll es in den oberen Etagen geben. Und im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 177 Stellplätzen.
Bürgermeister Peter Hammer schwärmt förmlich von dem „schönen, sehr durchdachten Konzept“. Und mit dieser Einschätzung war er nicht allein. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ für das Projekt aufzustellen. „Das Vorhaben bringt viel Mehrwert für die Gemeinde“, ist Hammer überzeugt, „da machen wir den Weg gerne frei“.
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