Bürgermeisterwahl in Lenggries: SPD tritt mit Kandidaten an

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Tobias Raphelt (4. v. re.) will noch einmal für das Bürgermeisteramt kandidieren. Das gab er am Sonntag bei einem SPD-Frühschoppen bekannt. © va

Die SPD Lenggries schickt einen eigenen Bewerber ins Rennen um den Chefsessel im Lenggrieser Rathaus. Tobias Raphelt will es noch einmal wissen.

Lenggries – Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) bekommt bei der Kommunalwahl 2026 mindestens einen Herausforderer. Tobias Raphelt will sich erneut für die SPD um den Chefsessel im Rathaus bewerben. Das gab der 52-Jährige am Sonntag bei einem Frühschoppen im Gasthaus Altwirt bekannt. Auch bei der Aufstellung der Gemeinderatsliste sei man auf einem guten Weg. Standen bei der letzten Wahl 2020 acht Namen auf der Liste, sollen es dieses Mal mindestens zwölf Bewerberinnen und Bewerber sein. Das Ziel ist klar: Die zwei derzeitigen zwei Mandate will die SPD auf jeden Fall verteidigen. „Ich sehe aber auch Chance für ein bis zwei zusätzliche Sitze“, sagte Raphelt.

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„Aller guten Dinge sind drei“, sagt der designierte SPD-Kandidat

Im März 2020 war Raphelt zum ersten Mal als Bürgermeisterkandidat in Lenggries angetreten. Acht Prozent hatte er auf sich vereint. Nachdem Wahlsieger Markus Landthaler (FWG) nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt gestorben war, trat Raphelt auch bei der Nachwahl im September als einziger der ursprünglichen Kandidaten noch einmal an – und verdoppelte sein Ergebnis. „Aller guten Dinge sind drei“, sagte Raphelt, der zusammen mit Sabine Gerg im Gemeinderat sitzt, am Sonntag. „Ich erkläre mich auf jeden Fall bereit. Vielleicht findet sich aber noch ein weiterer Bewerber oder Bewerberin.“ Die endgültige Entscheidung fällt in der Nominierungsversammlung der SPD Mitte November.

Mehr Kandidaten auf der Gemeinderats- und auf der Kreistagsliste

Bis dahin sollen auch die Kandidaten für die Liste zusammen sein. „Die Gespräche, die wir bislang geführt haben, sind positiv“, betont Raphelt, der auch Vorsitzender des Ortsvereins ist. Sabine Gerg wird auf der Liste stehen. „Ich war eine Weile hin- und hergerissen, aber Ja, ich trete noch einmal an“, sagte sie. Auf der Kreistagsliste will die Lenggrieser SPD ebenfalls stark vertreten sein. „Neun Ortsvereins-Mitglieder haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, zu kandidieren.“ Das freut natürlich auch den Kreisvorsitzenden Klaus Barthel. „Über Jahre konnte man beobachten, wie der Ortsverein wächst und gedeiht.“ Es sei wichtig, nicht nur Dinge zu kritisieren, sondern sich aktiv einzubringen. Das sei gelebte Demokratie.

Bezahlbarer Mietwohnraum ist eines der Kernthemen

An den Inhalten des Wahlprogramms arbeitet der Ortsverein bereits. Final beschlossen wird es – zumindest intern – Mitte Oktober. Grundlage sei das Programm von 2020. Ergänzt wurde aber beispielsweise das Thema Wasser. Hier geht es nicht nur um die Isar, deren Restwassermengen im Zuge der Neuverhandlungen rund ums Walchenseekraftwerk auf dem Prüfstand stehen, sondern generell um das Thema Trinkwasser, dessen „Ausverkauf“ man verhindern will.

Eines der SPD-Kernthemen ist bezahlbarer Mietwohnraum. „Ich gönne jedem sein Eigenheim, aber die Leute, für die wir uns einsetzen, sind auf Mietwohnungen angewiesen“, sagte Raphelt. Und hier sei das Angebot in Lenggries überschaubar. Dabei sei genau das ein wichtiges Kriterium, um Arbeitsplätze und Personal in der Gemeinde zu halten. Ein weiteres Thema ist der „nahezu nicht vorhandene öffentliche Nahverkehr“ in der Gemeinde. Auf der Agenda hat die SPD zudem die Themen Jugend, Familie sowie Pflege und Leben im Alter. Gerade die offene Jugendarbeit stehe finanziell vor dem Aus, sagte Raphelt. Hier brauche es neue Lösungen. Im Bereich Tourismus wolle man sich dafür einsetzen, dass sich auch die Einheimischen nicht abgehängt fühlen und von Entwicklungen profitieren. Im Blick hat die SPD natürlich auch das Kasernen-Areal. Hier warnt sie vor Schnellschüssen. „Uns ist eine nachhaltige Entwicklung wichtig. Wir haben nur einmal die Chance, es richtigzumachen“, sagte Raphelt. Er persönlich wolle sich zudem für das Thema Digitalisierung einsetzen. „Hier gibt es Optimierungsbedarf auch innerhalb der Verwaltung.“

Mehr Anträge als die anderen Fraktionen zusammen

Mit der Arbeit, die er und Gerg im Gemeinderat geleistet haben, ist Raphelt eigentlich ganz zufrieden. „Als kleinste Fraktion haben wir mehr Anträge gestellt, als die anderen drei Fraktionen zusammen.“ 14 seien es in den vergangenen fünf Jahren gewesen. „Mit einigen sind wir auch durchgekommen“, sagte der Ortsvereinschef. „Und auch das Thema Bürgerbeteiligung haben wir vorangebracht.“

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