Nach der Suspendierung des Tegernseer Pfarrers Martin Weber sind viele Fragen offen. Ein Gespräch zur Zukunft der Kirchengemeinde führte jetzt Vize-Bürgermeister Michael Bourjau mit dem Regionalbischof.
Tegernsee - Nach der vorläufigen Suspendierung von Pfarrer Martin Weber stellen sich weiterhin zahlreiche Fragen zur Zukunft der Kirchengemeinde Tegernseer Tal. Auch Tegernsees Vize-Bürgermeister Michael Bourjau, der aktuell Rathauschef Johannes Hagn vertritt, hatte nach Bekanntwerden der Nachricht erklärt, dass die Situation der Kirchengemeinde nun neu zu bewerten sei. Informationen aus erster Hand erhielt Bourjau am Freitag (5. September) bei einem Telefonat mit Regionalbischof Thomas Prieto Peral, der maßgeblich an der Entscheidung zur Suspendierung Webers beteiligt war.
Vize-Bürgermeister spricht von „sehr gutem Austausch“
Den Kontakt zur Stadt hatte der Regionalbischof gesucht, was Bourjau als positiv bewertet. Zum Inhalt des Gesprächs äußerte sich der stellvertretende Bürgermeister nicht, bezeichnete die Unterredung aber als „sehr guten Austausch“. Prieto Peral habe die Hintergründe der Entscheidung erläutert, gemeinsam habe man zudem über Lösungsmöglichkeiten diskutiert und die unterschiedlichen Interessenslagen von Kirchengemeinde, Stadt und Weber beleuchtet. „Mir geht es ums große Ganze“, so Bourjau. Sollte Weber Widerspruch gegen seinen Strafbefehl einlegen, liege vor der Kirchengemeinde ein langer Weg. Es gelte zu überlegen, wie sich diese Zeit gestalten lässt. „Hier ist letztlich das Dekanat gefordert“, sagt Bourjau.
Gottesdienste sollen wie gewohnt gefeiert werden können
Auf Nachfrage, wie es in nächster Zukunft konkret in der Kirchengemeinde weitergeht und ob mit Einschränkungen für die Gläubigen zu rechnen ist, antwortete die Pressestelle der Landeskirche: Die Pfarrer aus der Umgebung würden die Kirchengemeinde unterstützen. „Alle helfen mit, damit die Gottesdienste wie gewohnt gefeiert werden können.“ Vor Ort seien weiterhin Mitarbeiter im Einsatz. „Das verbliebene Personal wird vom gesamten Team im Dekanat unterstützt“, heißt es.
gab