Buchtipps für die Ferien: Neueste Krimis und spannende Ratgeber

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Zwei Buchempfehlungen von Christine Gaßel aus der Buchhandlung Rupprecht: „Glück ist kein Ort“ von Juan Moreno und „Die Let Them Theorie“ von Mel Robbins. © Arndt Pröhl

Die freien Tage zwischen den Feiertagen laden zum Lesen ein. Buchhändler aus dem Landkreis verraten ihre Geheimtipps für gemütliche Stunden.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Zwischen Weihnachten, Neujahr und Heiligdreikönig liegen, wenn überhaupt, nur wenige Arbeitstage. Viele Menschen haben jetzt frei, und damit bleibt viel Zeit, es sich mit einem guten Buch gemütlich zu machen. Wer nach dem Fest vielleicht einen Buchgutschein einlösen oder ein weniger passendes Geschenk umtauschen möchte, für den haben die örtlichen Buchhändler aus dem Landkreis jede Menge Lesetipps für die Ferien parat.

Geschichte über Mathematik-Professor

Ein Tipp von Petra Schenk, Inhaberin der Tölzer Buchhandlung Winzerer, ist der neue Roman des US-amerikanischen Autors Percival Everett. „Dr. No“ bezeichnet diesen als „unglaublich geistreiches Buch“, das gleichzeitig „sehr humorvoll“ sei. Die Geschichte um einen Mathematik-Professor, der Experte für das Nichts ist, sei auch eine Hommage an James Bond. „Und es macht Spaß mitzudenken“, so Schenk.

Eine „positive Überraschung“ sei für sie auch das Buch „Mein Glück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“ von Saša Stanišić. Der Erfolgsautor hat darin Dankesreden zusammengetragen, die er bei der Verleihung von Literaturpreisen hielt – oder die er gerne einmal halten würde. „Das ist sehr kenntnisreich und witzig, und er bringt darin politische Bekenntnisse zu Demokratie, Menschenrechten und Menschenwürde unter“, beschreibt Schenk. Um einen spannenden historischen Roman im besten Sinne handelt es sich laut der Buchhändlerin bei „Das Herz von allem“ von Christoph Nußbaumeder, der von einer abenteuerlichen Expedition eines deutschen Auswanderers im Amerika des 18. Jahrhunderts erzählt.

Ideen für Gute Vorsätze

Anregungen für einen guten Neujahrsvorsatz könnte nach Ansicht von Christine Gaßel, Leiterin der Tölzer Rupprecht-Filiale, das Buch „Die Let Them Theorie“ liefern. „In dem Ratgeber geht es darum, dass man sich nicht zu stark von den Meinungen anderer abhängig machen, sondern auch einmal sein eigenes Leben und sein eigenes Glück in den Vordergrund stellen muss“, so Gaßel. Packende Reisereportagen der etwas anderen Art beinhalte der Band „Glück ist kein Ort“ des Journalisten Juan Moreno. Und Freunden der Spannungsliteratur empfiehlt Gaßel den psychologischen Thriller „Der Freund“ von Bestsellerautorin Freida McFadden. „Sie zeigt, wie relativ alltägliche Situationen in etwas Bedrohliches umschlagen, und man denkt: Das könnte dir auch passieren.“

Das aktuelle Lieblingsbuch von Liane Madaus von der Tölzer Buchhandlung Urban heißt „Mr. Saitos reisendes Kino“ von Annette Bjergfeldt. „Das ist ein sehr lebhaftes, schillerndes, mitreißendes Lesevergnügen“, sagt Madaus. Die Erlebnisse der chaotischen Fabiola und ihrer Tochter Lita, die es auf eine wundgepeitschte Insel vor der Küste Neufundlands verschlägt und die dort auf viele schrullige Charaktere treffen, seien Seite für Seite „liebens- und lesenswert“. Um ein „ganz feines, stilles Buch“ handle es sich bei „Im Schnee“ von Tommie Goerz. Nach lebenslanger Freundschaft muss Max Abschied von Schorsch nehmen – die Geschichte vom Dorf hat Liane Madaus nach eigenen Worten „tief berührt“. Als „hochdramatisch und spannend“ hingegen bezeichnet sie den Roman „Der Italiener“ von Arturo Pérez-Reverte, einen Spionageroman, der im Zweiten Weltkrieg in Gibraltar spielt.

Topaktueller Kriminalroman

Zu einem Kriminalroman mit topaktuellem Thema rät Walter Fladerer, Inhaber der „Les(e)bar“ in Lenggries: In „Täuschend echt“ von Charles Lewinsky geht es um Künstliche Intelligenz. Drei Männer und ein Konflikt vor der Kulisse einer mächtigen Berglandschaft: Das sind die Zutaten des Romans „Berghütte“, den Fladerer seinen Kunden ebenfalls ans Herz legt. Und auch mit der Lektüre des Buchs „Ein Garten offenbart sich“ von Katrin de Vries lässt sich der Jahreswechsel laut Fladerer bestens verbringen. Diese „Erzählung von einem anderen Leben“, so der Untertitel des Werks, wirft einen poetischen Blick auf die Natur vor unserer Haustür.