Viele hielten es nicht mehr für möglich, doch jetzt ist es gelungen: Die B2-Bürgerinitiative hat die nötigen Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt.
Fürstenfeldbruck - 2000 Unterschriften waren nötig, um in der Frage der B2-Verlegung einen Bürgerentscheid zu erzwingen. 2156 Unterschriften kann die Initiative jetzt vorlegen, wie einer deren Sprecher, Markus Droth, am Montag bestätigte. „Es war ein fulminanter Endspurt eines guten Teams“, sagte Droth. Die Initiative habe zunehmend Schwung aufgenommen - auch weil deren Vertreter immer dran geblieben seien. Trotz aller Terminschwierigkeiten.
Die Unterschriften sollen am Dienstagnachmittag offiziell an die Stadt Fürstenfeldbruck übergeben werden. Dass das Thema B2-Verlegung am selben Abend auf der Tagesordnung des Stadtrats steht, sei kein Problem, sagt Droth. Man könne ja gerne darüber diskutieren. Nur stehe jetzt eben fest: Der OB kann in dieser Frage keine Unterschrift mehr leisten, und vor dem Entscheid nichts mehr unternehmen. Heißt: Diskutieren kann man, entscheiden kann der Stadtrat nicht mehr allein.
Formal betrachtet muss die Stadt die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens erst noch prüfen. Droth hat aber an der Rechtmäßigkeit keinerlei Zweifel - wurde die Fragestellung doch im Vorfeld juristisch genau geprüft. „Wir haben uns da doppelt abgesichert.“
Die klare Botschaft nach der Unterschriftensammlung sei der Wille der Bürger, über die B2-Frage selbst zu entscheiden, sagte Droth (FW), der nicht nur die breite Unterstützung aus der Bürgerschaft betont, sondern auch die Unterstützung der CSU. Der Bürgerentscheids-Wahlkampf sei hiermit ausgebrochen.
Wann der Entscheid stattfindet, ist jetzt noch unklar. Er muss aber innerhalb von drei Monaten nach Feststellung der Zulässigkeit erfolgen - und darf keinesfalls am Tag der Kommunalwahl abgehalten werden. Wahrscheinlich wird damit eine Abstimmung noch vor der Kommunalwahl.
Hintergrund: Die Mehrheit des Stadtrats war auf dem Weg, die Verlegung der Bundesstraße auf die Klostertrasse über die Oskar-von-Miller- und die äußere Schöngeisinger Straße zu beschließen. Damit würde die Zuständigkeit des Hauptplatzes samt (stark sanierungsbedürftiger) Amperbrücke vom Straßenbauamt auf die Stadt übergeben, wobei andere Brücken von der Stadt ans Straßenbauamt gehen würden. Die Bürgerinitiative hält dies auch wegen der Verkehrsströme und weil viele Fragen ungeklärt seien, für keine gute Idee und tritt für einen Verbleib der B2 an ihrem angestammten Platz ein.