Kurioser Ladenüberfall in Südtirol: Frau geht mit Riesen-Schlange auf Verkäuferin los

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Mit einer Boa Constrictor in der Tasche sorgte eine Frau für einen kuriosen Zwischenfall. Ein harmloser Paket-Abholversuch endete in einer wilden Verfolgungsjagd.

Meran – Wer an einen Ladendiebstahl denkt, dem kommt vermutlich eine Szene mit schnellen Beine, geschickten Finger, einem ausgeklügelten Plan und vielleicht sogar einem Komplizen in den Sinn. Recht unwahrscheinlich mutet es da an, dass diese Hilfe ausgerechnet aus einem Reptil besteht. Doch genau das passierte kürzlich, als eine Frau in einem Laden mit einer Schlange auf Diebestour ging. Ein Vorfall, der wie aus einem Film klingt, nur dass die Schlange hier zum unfreiwilliger Co-Star wurde.

Bei Ladendiebstahl in Südtirol: Würgeschlange kommt bei Flucht zum Einsatz

Zugetragen hat sich die kuriose Szenerie in der Stadt Meran in Südtirol am 4. Februar im Eurotel-Komplex am Thermenplatz. Eine Frau stahl dort ein Paket aus einem Trafikladen und nutzte anschließend eine Boa Constrictor als „Waffe“.

Das ist eine Boa Constrictor

Eine Boa Constrictor.
Eine Boa Constrictor kam bei einem Diebstahl als „Waffe“ zum Einsatz. (Symbolbild) © Ivan Vysochinsky/ITAR-TASS/IMAGO/Symbolbild

Die Würgeschlange „Boa Constrictor“ wird auch Abgottschlange oder Götterschlange genannt. Sie hat eine braune Farbe mit Fleckenmuster, wird drei bis vier Meter lang und bis zu 60 Kilogramm schwer. Ihr natürlicher Lebensraum ist in Mittel- und Südamerika, wo sie in Wäldern, Savannen oder Halbwüsten leben. Man findet sie dort auf dem Boden, oft aber auch in Bäumen. Boas sind allerdings nicht giftig, sondern erlegen ihre Beute mit ihrem muskulösen Körper. Diesen schlingen sie um ihre Beute und erwürgen sie so. Der Biss der Schlange wäre aufgrund der langen Zähne aber durchaus schmerzhaft.

Quelle: SWR

Wegen eines Pakets: Plötzlich zog eine Diebin eine Schlange aus der Tasche

Auslöser für das Schauspiel war ein simples Paket, dass ein 50-jähriger Mann bei dem Laden abholen wollte, wie rainews.it berichtet. Damit ihm das Paket ausgehändigt wird, wird allerdings ein entsprechender Code benötigt, den der Mann wiederholt nicht vorzeigen konnte. So dachte sich der Mann wohl, das nächste Mal in Begleitung aufzutauchen, mit einer 30-jährigen Frau – der inzwischen vierter Besuch. Bei stol.it erklärte die Ladenbesitzerin, er sei „immer mit dem gleichen Anliegen und ich konnte ihm immer nur dasselbe antworten, denn wir haften für die ordnungsgemäße Aushändigung der Pakete“.

Die Verkäuferin fügt bei stol.it an: „Wir waren dabei, andere Kunden zu bedienen, als ich plötzlich ein Geräusch aus der Ecke des Geschäfts hörte, wo ein Zugang hinter die Theke ist“. Daraufhin schnappte sich die Begleitung das Paket und rannte weg – und die Verkäuferin nahm die Verfolgung bis zum Auto der Frau auf. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte: Die Diebin zog kurzerhand eine Würgeschlange aus einer Stofftasche, genauer gesagt eine 1,5 Meter lange Boa Constrictor. Die Diebin drohte: „Komm nicht näher, sonst werfe ich dir die Schlange entgegen“. Dem ORF erzählte sie außerdem, dass sie sofort erkannte, dass es wirklich eine echte Schlange sei. Doch „die Schlange war nur wenige Zentimeter vor meinem Gesicht“. Eine eher ungewöhnliche „Waffe“, die als Einschüchterungstaktik aber Wirkung zeigte. Mit aus dem Fenster gestreckter Schlange düste das Paar im Auto davon.

Im Gegensatz zu der Verkäuferin zeigte sich ein indischer Eisenbahnmitarbeiter durchaus vorbereitet auf eine Schlangenbegegnung. Er biss das Tier kurzerhand selbst und zog ihm eins mit einer Eisenstange über.

Diebeszug mit schnellem Ende: Paket wieder zurück im Laden, Diebin identifiziert

Der Diebeszug ging allerdings nicht lange gut. Die gesamte Szene wurde nämlich auch von den Überwachungskameras des Ladens festgehalten und die Carabinieri konnten die Frau schnell identifizieren. Es kam zu einer Hausdurchsuchung und das Paket samt Inhalt konnte zurückgebracht werden, so Südtirol News. Die Carabinieri sah sich vor Ort aber noch mit einer weiteren Überraschung konfrontiert: Nicht nur eine, sondern gleich drei Boas. Alle drei seien jedoch ordnungsgemäß gehalten worden. Welche rechtlichen Konsequenzen der Schlangen-Frau drohen, ist noch nicht klar. Sie wurde jedoch wegen Bedrohung und eigenmächtiger Ausübung von Rechtsansprüchen angezeigt, so die Carabinieri.

In Meran schlängelt es derzeit aber nicht nur bei einem Ladendiebstahl – auch an anderer Stelle spricht man über zwei Boa Constrictor. Zwei der Würgeschlangen wurden tot in Meran aufgefunden. Auch im bayerischen Murnau kam es bereits zu einem ähnlichen Rätsel – auch hier wurde schon eine tote Boa aufgefunden. (jh)

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