Die Freien Wähler Lenggries rüsten sich für die Kommunalwahl. Den amtierenden Bürgermeister Stefan Klaffenbacher schicken sie mit großer Mehrheit erneut ins Rennen.
Lenggries – Der Vertrauensbeweis war deutlich: 137 der 140 Wahlberechtigten der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) Lenggries stimmten dafür, dass Stefan Klaffenbacher im kommenden Frühjahr erneut als Bürgermeisterkandidat in die Kommunalwahl gehen soll. Drei Personen enthielten sich, dagegen stimmte niemand.
Der Alpenfestsaal war am Donnerstagabend brechend voll. Bei den fünf Aufstellungsversammlungen, bei denen er bisher gewesen sei, seien es zusammengenommen nicht so viele Leute gewesen, sagte Landratskandidat Ludwig Schmid. Für ihn zeige das: „Euch ist die Heimat nicht egal.“
Er sei nun seit 2020 Bürgermeister, sagte der amtierende Bürgermeister Klaffenbacher in seiner Rede. „Ich habe die Entscheidung bis jetzt nicht bereut – und ich hoffe, ihr auch nicht“, sagte er zur Erheiterung des Publikums. Er betonte, dass die Dorfgemeinschaft „in diesen schweren Zeiten Stabilität braucht“. Auch weiterhin wolle er „mit Herz und Verstand Projekte anschieben“, immer auch den finanziellen Rahmen und Förderprogramme im Blick behaltend. Als Mammutaufgabe für die nächste Wahlperiode bezeichnete er die Weiterentwicklung der Kaserne. „Hier haben wir die Weichen gestellt, aber so etwas kann nicht in wenigen Jahren zum Abschluss gebracht werden.“ Wie berichtet sollen auf dem Areal verschiedene Nutzungen entstehen. Klaffenbacher hob außerdem den Gehweg in Schlegldorf, den Radweg zwischen Leger und Jachenau sowie die Ortskernsanierung als Projekte hervor, die er anpacken möchte. Besonders am Herzen liege ihm außerdem die Erweiterung der Grundschule sowie der Neubau der Mittagsbetreuung – gerade mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Mittagsbetreuung ab dem kommenden Jahr.
Er freue sich, dass die FWG eine so „starke Liste“ aufstellen könne. „Es ist wichtig, dass sie mit Lenggriesern besetzt ist, die sich voll und ganz mit unserem Ort identifizieren können.“ Die Liste sei „sehr gut gelungen“. Von den amtierenden Gemeinderäten tritt nur Günter Haubner nicht mehr an. Die vier Kandidatinnen und 19 Kandidaten – Klaffenbacher wurde davor bereits auf Listenplatz eins gewählt – stellten sich im Anschluss kurz vor. Die Zeiten seien nicht einfach, waren sich viele einig und es gebe einige Herausforderungen. Aber man wolle jungen Leuten eine Perspektive bieten, sich für Vereine einsetzen, für einen Tourismus mit Maß und Ziel.
Auf welchem Listenplatz man lande, sei „nur eine Momentaufnahme“, sagte Wahlleiter Ludwig Schmid, bevor er das Ergebnis der Auszählung verkündete. „Denn es kommt darauf an, wie der Wähler am 8. März entscheidet.“ Zwei Bewerber hatten die selbe Anzahl an Stimmen erhalten, hier entschied das Los, dass Franz Landthaler auf Platz 18 und Elke Lukaschek auf Platz 19 ins Rennen gehen wird.
Als letzte Abstimmung des langen Abends wurde entschieden, dass Günter Haubner die Liste nun offiziell bei der Gemeinde einreichen wird.
Die Kandidaten
1. Stefan Klaffenbacher, 2. Veronika Merk, 3. Stefan Heiß, 4. Martin Willibald, 5. Philipp Glensk, 6. Andreas Wohlmuth, 7. Anja Baumgartner, 8. Peter Gascha, 9. Thomas Gerg, 10. Roman Haehl, 11. Jakob Murböck, 12. Klaus Wasensteiner, 13. Maria Landthaler, 14. Markus Ertl, 15. Eberhard Pichler, 16. Hans Besch, 17. Franz Baumgärtel, 18. Franz Landthaler, 19. Elke Lukaschek, 20. Martin Eimansberger, 21. Michael Gascha, 22. Anton Völkl, 23. Stefan Riesch, 24. Franz Seibold.
(gefettet: amtierende Räte)