Rotwandhaus geschlossen: Peter Weihrer wehrt sich nach fristloser Kündigung gegen Anschuldigungen

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Das Rotwandhaus ist ein beliebtes Wanderziel. (Archivbild) © Angelika Warmuth/dpa

Der DAV beendet die Partnerschaft mit Peter Weihrer am Rotwandhaus wegen Sicherheits- und Hygieneproblemen. Das beliebte Berggasthaus ist ab sofort geschlossen, neue Pächter sind bereits gefunden.

Spitzing – Ende 2024 beschloss der Vorstand der DAV-Sektion Turner-Alpenkränzchen, die Zusammenarbeit mit Rotwandhaus-Pächter Peter Weihrer nach über 30 Jahren zu beenden. Vorangegangen war eine Saison, die von Problemen mit verunreinigtem Trinkwasser und der zeitweisen Hüttenschließung geprägt war. Eigentlich hätte das neue Pächterpaar im Juli antreten sollen, nun könnte es aber viel schneller gehen, denn der DAV hat Weihrer fristlos gekündigt.

„Rotwandhaus ab sofort geschlossen“, titelte die DAV-Sektion am Samstag (10. Mai) auf der Homepage. Bereits ab Sonntag werde es daher bis auf Weiteres „keine Übernachtungen und Bewirtung mehr für Besucher dieser Hütte geben“. Die DAV Sektion Turner-Alpen-Kränzchen München als Eigentümer des Rotwandhauses habe sich „zu diesem weitreichenden Schritt gezwungen“ gesehen, „weil die betriebliche Sicherheit und die Gesundheit von Gästen und Personal durch das Vorgehen des aktuellen Betreibers nicht mehr gewährleistet werden konnten“, heißt es weiter.

„Dazu zählt auch die Einhaltung behördlicher Auflagen, die nach dem bedauerlichen Infektionsgeschehen im Sommer 2024 erlassen worden waren.“ Die Sektion bat „um Verständnis für diese äußerst unerfreuliche Maßnahme, aber der Schutz der Gesundheit von Gästen und Personal geht vor“. Zudem kündigte der DAV an, die Aufsichtsbehörden über diesen Schritt zu informieren.

Rotwandhaus aktuell geschlossen

Bereits Ende April informierte die Sektion darüber, ein neues Pächterpaar gefunden zu haben. Die ausbleibende Weiterführung des Pachtvertrages mit Peter Weihrer begründet der DAV mit einer grundlegend unterschiedlichen Auffassungen über das Betriebskonzept des Hauses. Weihrer widerspricht indes deutlich den Anschuldigungen des DAV. Für eine fristlose Kündigung habe es keinen Grund gegeben, zumal am Vortag „auf Wunsch des Hüttenreferenten von einem Angestellten des Hüttenwirts, der idealerweise SHK-Meister (Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik) von Beruf ist, eingebaut“ wurde.

Das erklärt Weihrer in einem Post auf der Instagram-Präsenz des Rotwandhauses. Er betont, es entspreche nicht der Wahrheit, dass die neue Wasseraufbereitungsanlage seit Wochen gestört gewesen sei. Er habe „seit Inbetriebnahme der neuen Anlage regelmäßig die durch verschmutztes Quellwasser belasteten Filter ausgetauscht“. Diese liegen auch als Beweismittel vor, sagt Weihrer. „Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die kaum vorhandenen Gäste oder das Personal.“

Streit um Betriebskonzept: Differenzen zwischen DAV und ehemaligem Pächter führen zur Kündigung

Weihrer kündigte an, mit seinem Team die Hütte „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ zu räumen. Parallel werde er gegen die erhobenen Vorwürfe rechtliche Schritte einleiten. Dass der Pachtvertrag Mitte Dezember seitens der Sektion „ohne Nennung weiterer Gründe nach drei Jahrzehnten gekündigt“ worden sei, habe ihn verwundert, postete Weihrer bereits im Januar.

„Da hat uns die Sektion ein schönes Geschenk unter den Christbaum gelegt, aber an Aufhören ist eigentlich noch nicht zu denken.“ Die erfolgreiche Entwicklung des Rotwandhauses betrachte Weihrer als sein Lebenswerk. Dem neuen Wiener Pächterpaar wünschten er und seine Partnerin Antje Lorenz indes „für die herausfordernde Aufgabe am Rotwandhaus viel Erfolg“ und dankten den Gästen für die jahrelange Treue.

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