Grausiger Fund nach Bergsturz: Menschliche Überreste in Schutt über Alpen-Dorf – trauriger Verdacht

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Neun Millionen Kubikmeter Geröll prasselten auf das Schweizer Bergdorf Blatten nieder. Alle Bewohner waren da in Sicherheit – bis auf einen. Der Vermisste ist wohl tot.

Blatten – Die große Alpen-Katastrophe hatte sich für Blatten im Löschental lange angebahnt. Der Berg über dem Schweizer Bergdorf bröckelte, die Ortschaft wurde evakuiert. Wochenlange herrschte Ausnahmezustand – und der ist auch nach dem Crash nicht vorbei.

Jahrhundertkatastrophe in der Schweiz: Gletscher bricht ab – ein Mann vermisst

Am 28. Mai hatte ein enormer Teil des Birch-Gletschers nachgegeben, ist abgebrochen und löste einen gewaltigen Erdrutsch aus. Der Gletschersturz verursachte große Schäden in der Gemeinde. „Wir haben das Dorf verloren“, sagte der Blattner Gemeindepräsident Matthias Bellwald. „Der Worst-Case“, wie es der Chef der Dienststelle für Naturgefahren, Raphael Mayoraz bezeichnete.

Die gute Nachricht: Fast alle Bewohner des 300-Seelen-Orts waren bereits lang vor dem Gletschersturz evakuiert worden. Trotzdem bestätigten die Behörden kurz danach, ein Mann werde vermisst. Wenig später stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen 64-jährigen Einheimischen handelt.

Den Vermissten im Katastrophengebiet zu suchen, gestaltete sich wenig überraschend sehr schwer. Die Suche musste zeitweise unterbrochen werden, Geologen wurden zur Einschätzung der Lage herangezogen.

Polizei meldet Fund von menschlichen Überresten in Schuttkegel von Blatten-Bergsturz

Jetzt, fast einen Monat nach der Jahrhundertkatastrophe, meldet die Polizei aus dem Kanton Wallis einen grausigen Fund im Löschental. Im Schuttkegel wurden menschliche Überreste entdeckt. Das geschah im Rahmen der koordinierten Suchaktion nach dem vermissten Mann.

Ob es sich um den Körper des Vermissten handelt, ist aktuell nicht mit letzter Sicherheit geklärt. „Eine ergänzende Medienmitteilung wird zu gegebener Zeit erfolgen, sobald die Identität bestätigt ist und weitere Informationen zur Suchaktion kommuniziert werden können“, verspricht die Polizei. (moe)

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