Claus Eder hat einen weiteren Bildband in der Serie „Lenggries – Wia‘s früher war“ veröffentlicht. Dieses Mal geht es um den Ortskern.
Lenggries – Es ist der dritte Band der Serie. Dieses Mal zeigen die historischen Bilder, die Claus Eder vom „Buidleck“ zusammengetragen hat, den Bereich der Lenggrieser Isarbrücke, Isarplatz und den inneren Ortskern sowie die Entwicklungen in den vergangenen 150 Jahren.
Mineralwasserfabrik im Lenggrieser Ortskern
„Man kann gut sehen, was es da im Prinzip auf 200 Metern für Großgewerbe gab“, sagt Eder. Dazu zählten eine Kohlenspedition, ein Baugeschäft und eine Mineralwasserfabrik. Dazu gesellten sich viele Handwerksbetriebe wie Metzger oder Schreiner und Cafés. Aber auch ein größerer Molkereibetrieb stand mitten im Dorf „Es ist schon beeindruckend, wie viel Industrie hier war“, sagt Eder.
Erzählt werden auch Geschichte, wie sich Betriebe entwickelt haben. Beispielsweise dreht sich ein Beitrag um den „Boten-Franzl“ aus der Familie Kinshofer. Diese begann 1858 mit dem „Boten gehen“. Waren und Nachrichten wurden von Hof zu Hof überbracht. Erst mit der Kraxe, später mit einem Planwagen und schließlich mit einem Lkw.
Das erste Lenggrieser Lichtspielhaus stand am Lindenweg
Der Leser erfährt auch, dass das erste Lichtspielhaus in Lenggries am Lindenweg stand. Erbaut wurde es Mitte der 1940er-Jahre. „Ursprünglich saß noch das Fräulein Lederer am Klavier und untermalte die Stummfilme“, schreibt Eder. Zunächst gab es nur Holzbänke, später richtige Sitze. Nach dem Ende des Kinos zogen eine Reinigung, später ein Friseur ein, dann wurde das Haus abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt.
Eisgalgen lieferte Eis für Metzgereien und Brauereien
Selten ist auch die Aufnahme, die den Eisgalgen an der Post-Metzgerei zeigt. Waren die Wintermonate kalt genug, bildeten sich an dem Gestell lange Eiszapfen, die für die Kühlungen in den Metzgereien und Brauereien genutzt wurden.
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100 Seiten umfasst der Bildband. Die Fotos stammen aus Eders eigenem Archiv und aus vielen Familienarchiven. Dort hat Eder die passenden Aufnahmen zusammengesammelt. Das Zusammenstellen der Bände bereitet ihm Freude. „Es ist eine sehr schöne Arbeit“, sagt er. Am nächsten Band arbeitet er bereits. Es wird den Bereich „Unter der Burg“ beleuchten. „Es kommt aber erst nächstes Jahr raus“, sagt Eder.
Erhältlich ist der aktuelle Band für 29 Euro im „Buidleck“ an der Lenggrieser Marktstraße, auf www.buidleck.de sowie in Bad Tölz im Tölzer-Kurier-Medienhaus an der Marktstraße.