Stanglmaier will Dollinger beerben: Moosburgs Grüne präsentieren designierten Bürgermeisterkandidaten

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Möchte das Rathaus erobern: Michael Stanglmaier, designierter Bürgermeisterkandidat der Moosburger Grünen, mit den Co-Ortsvorsitzenden Ramona Rümelin und Barbara Bucksch (außen, v. l.) sowie Vize-Fraktionsvorsitzender Verena Beibl. © Forster

Moosburgs Grüne haben ihren designierten Bürgermeisterkandidaten präsentiert: Michael Stanglmaier will im vierten Anlauf den Rathaussessel erobern und hat nun seinen Themenfokus vorgestellt.

Moosburg – Das Wort „Beharrlichkeit“ könnte gut als Überschrift für seinen Wahlkampf dienen: Als Michael Stanglmaier am Freitag von Moosburgs Grünen-Spitze als Kandidatenvorschlag für das Bürgermeisteramt präsentiert wurde, kam gleich mehrmals zur Sprache, wie beharrlich der 61-jährige Stadtrat seine politischen Ziele zum Wohle der Stadt verfolge. Und auch vor dem Hintergrund der mittlerweile vierten Kandidatur als Ortschef ist Beharrlichkeit das passende Attribut. Dass er sich Chancen ausrechnen kann, zeigt die Stichwahl aus 2020, als Stanglmaier nur rund 200 Stimmen weniger als Josef Dollinger holte.

Eine Amtsübernahme von Stanglmaier wäre wohl nicht als Kaltstart zu bezeichnen, engagiert sich der Moosburger doch seit 35 Jahren im Kreistag, ist seit 25 Jahren Stadtrat, seit 23 Jahren Energie- und Umweltreferent sowie elf Jahre 3. Bürgermeister. Hinzu kommen viele Ehrenämter vor allem im Bereich Mobilität und nachhaltiger Energie. Entsprechend umfangreich war dann auch die Würdigung seines Handelns durch Fraktionsvize Verena Beibl sowie den Co-Ortscheffinnen Barbara Bucksch und Ramona Rümelin beim Pressetermin in der Grieserie. „Michael hat bewiesen, dass grüne Positionen mehrheitsfähig sind. Er macht Politik aus Überzeugung und seine Ideen machen Moosburg noch liebens- und lebenswerter“, erklärte Rümelin. Gemeinsam trete man an, 2026 die stärkste Fraktion zu stellen. Beibl zeigte sich davon beeindruckt, dass Stanglmaier im Stadtrat „bei jedem Thema bis in die Tiefe recherchiert und informiert ist“ und auch fraktionsübergreifend „gut auf Augenhöhe zusammenarbeitet“. Laut Buksch soll Stanglmaier deshalb am 1. Oktober in der Ortsversammlung der Grünen als Kandidat vorgeschlagen werden.

„Es reicht nicht, ein guter Verwalter zu sein“

Der designierte Kandidat selbst erklärte, sich den Schritt gut überlegt zu haben und betonte: „Ich wohne nicht in Moosburg, ich lebe hier!“ Der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Söhnen, der promovierter Biochemiker und derzeit Mobilitätsplaner im Landratsamt München ist, sagte, er wolle noch mehr Verantwortung für seine Heimat übernehmen und aktiv ihre Zukunft gestalten.

Es reiche nicht, ein guter Verwalter zu sein – er wolle ein guter Gestalter sein, der nicht nach dem Motto „Das haben wir aber schon immer so gemacht“ handle. Es brauche bessere Kommunikation zwischen der Stadt und den Bürgern. Als Rathauschef will er Videosprechstunden und Stadtteilspaziergänge anbieten. Zudem schwebt ihm eine bessere Beteiligung etwa durch Bürgerräte vor, Stichwort Schwarmintelligenz.

Wirtschaftsförderer ins Gespräch gebracht

Als Felder, denen er sich verstärkt widmen möchte, nannte Stanglmaier etwa die Wirtschaftspolitik und die Erhöhung von Gewerbesteuererlösen. Er denke dabei an die Ansiedelung neuer Firmen, die kaum Flächen benötigen oder kaum Emissionen verursachen würden, sondern denen Büroflächen reichten. Auch die Schaffung eines Wirtschaftsförderers sei ein Hebel, der sich andernorts bewährt habe. Weitere Schwerpunkte setzte er bei Themen wie Verkehrssicherheit und besserer Steuerung der Stadtentwicklung und nannte konkrete Ideen. In herausfordernden Zeiten, so Stanglmaier abschließend, sei es nötig, „nicht nur über Probleme zu sprechen, sondern verstärkt über Lösungen“.

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