Eine Kältewelle hat Italien erfasst und Strände in Schnee gehüllt. Besonders die Adriaküste bietet ein seltenes Bild. Auch in Rom sorgt das Wetter für Chaos.
Rimini – Nicht nur Deutschland versinkt im Schnee. Eine starke Kältewelle hat Italien erfasst und dabei für spektakuläre Bilder gesorgt. Wo normalerweise Italien-Urlauber ihre Füße im warmen Sand vergraben, liegt eine dünne weiße Schicht, die Strand und Meer in eine surreale Kulisse verwandelt hat. Genau dieses außergewöhnliche Schauspiel erlebten Bewohner und Touristen der italienischen Adriaküste am Dreikönigstag (6. Januar).
Zeitweise waren rund um Venedig die Strände von Jesolo, Caorle und Bibione weiß. Laut heute.at habe es solche Bilder aus der Region seit 2017 nicht mehr gegeben. In den sozialen Medien wurden Dutzende Bilder und Videos von der schneebedeckten Winterlandschaft veröffentlicht.
Wetter-Chaos in Italien: Schnee in Rimini, Starkregen in Rom
Auch in der Emilia-Romagna lag Schnee. Ein Video zeigt, wie sich ein Mann mit Langlaufskiern am Strand von Rimini vergnügte. Für die Anwohner der Region ist das ein seltener Anblick. „Traumhafte Schneeflocken nur wenige Schritte vom Meer entfernt“, schrieb ein Nutzer bei Facebook.
In Rom dagegen gingen starke Regenfälle nieder. Laut der italienischen Zeitung Il Messaggero gab es dutzende Einsätze der Feuerwehr in der italienischen Hauptstadt sowie der umliegenden Provinz. Der Aniene trat über die Ufer und überflutete mehrere Stadtteile.
Schulen in Italien wegen Glatteis dicht: Schnee auf dem Vesuv-Gipfel
In Molise an der Adria blieben wegen Glatteisgefahr am Donnerstag (8. Januar) die Schulen geschlossen. In der Toskana und an den Alpenrändern sind weitere Schneefälle zu erwarten. Die Nachrichtenagentur Ansa warnt vor Glatteis. An den Küsten Kalabriens und Siziliens muss dagegen mit Starkregen gerechnet werden. Und auch am Vesuv gab es in diesem Jahr den ersten Schnee. Der aktive Vulkan war bei Temperaturen bis minus acht Grad von einer leichten Schneeschicht bedeckt.
Stürmischer wird es dann am Freitag (9. Januar). Laut Rainews gilt von der Versilia bis zur Insel Elba Unwetterwarnstufe orange. Es drohen Sturmfluten in den Küstenregionen. Zudem sind Schnee bis ins Flachland und Starkregen möglich. Am Freitag soll sich auch das Wetter in Deutschland verschlechtern. (Quellen: heute.at, Il Messaggero, Ansa) (kas)