Lisa Brandl-Thür wurde nach 14Jahren als Stiftsdirektorin des Rupertihofs in Rottach-Egern mit großer Anerkennung verabschiedet. 160 Gäste würdigten ihr Wirken.
Rottach-Egern – Nach rund 14 Jahren engagierter und erfolgreicher Leitung wurde Stiftsdirektorin Lisa Brandl-Thür im Rahmen einer rund dreistündigen feierlichen Veranstaltung im hauseigenen Saal in den Ruhestand verabschiedet. 160 Gäste wollten dabei sein.
Die Veranstaltung, moderiert vom langjährigen Kundenbetreuer Hauke Thomas, war geprägt von großer Wertschätzung und Herzlichkeit. Zahlreiche Bewohner, Mitarbeitende, Kollegen, Freunde des Hauses sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft nahmen an der Feier teil.
„Sie sind das Gesicht im Sozialwesen des ganzen Landkreises“, würdigte Landrat Olaf von Löwis das außergewöhnlich vielseitige Wirken von Brandl-Thür, die zudem vor 26 Jahren Mitbegründerin des Hospizkreises war, seit Jahrzehnte ehrenamtlich im Freundeskreis Agatharied mitwirkt und im Bereich Palliative Care viel bewegte.
Rottachs Bürgermeister Christian Köck, der einen bunten Blumenstrauß überreichte, gestand voller Respekt, dass man mit der nun scheidenden Stiftsdirektorin alle anstehenden Probleme stets einvernehmlich und harmonisch lösen konnte. „Sie sind eine Persönlichkeit, die Charakter hat, Durchsetzungskraft besitzt, gepaart mit dem nötigen Fingerspitzengefühl“, bekannte Manfred Matusza, Vorsitzender des KWA-Aufsichtsrates.
Lob von Politik und Gesellschaft
In seiner Ansprache würdigte KWA-Vorstand Johannes Rückert die herausragenden Leistungen Brandl-Thürs in den höchsten Tönen: „Der Rupertihof ist heute ein Flaggschiff des Konzerns – und das ist maßgeblich Ihnen zu verdanken. Sie haben dieses Haus geöffnet, geprägt und zu einer lebendigen Hausgemeinschaft geformt. Ihre Führung zeichnete sich aus durch Kompetenz, Engagement und einem tiefen Verständnis für die Menschen im Tal“.
Große Anerkennung kam auch von Stiftsbeirat Hansgeorg Schmitz-Eckert, dem weitere Grußworte folgten. Tief gerührt zeigte sich die Geehrte: „Ich bin dankbar für die vielen Jahre, in denen ich dieses besondere Haus leiten durfte. Der Rupertihof ist für mich mehr als ein Arbeitsplatz – er ist ein Stück Heimat geworden.“ Dank galt dem ganzen KWA-Team, denn nur gemeinsam könne man die gesetzten Ziele erreichen.
Neue Ära unter Roland Kreitmayr
Höhepunkt des Nachmittags war die Schlüsselübergabe an den neuen Stiftsdirektor Roland Kreitmayr, der seinen privaten Mittelpunkt in der Hallertau unterhält. Der 55-jährige Quereinsteiger bringt eine neue Perspektive und viel Erfahrung als Führungskraft mit ins KWA-Team. Die vergangenen 35 Jahre wirkte er an unterschiedlichsten Positionen bei der Schenker AG. Zuletzt führte er als CEO die Schweizer Landesgesellschaft des Konzerns.
Für seine Tätigkeiten war er weltweit unterwegs und hat somit einschlägige Erfahrung in der Führung interkultureller Teams gesammelt. Kreitmayr kommuniziert gern mit Menschen, ist ausgesprochen dienstleistungsorientiert und ist sich durchaus bewusst, dass er als Quereinsteiger von Bewohnern und Mitarbeitern besonders unter die Lupe genommen werden wird. „Meine Messlatte liegt hoch, was mir bewusst ist. Wichtig ist mir vor allem ein harmonisches Miteinander“, versprach Kreitmayr.
Er freue sich, mit dem eingespielten KWA-Team die erfolgreiche Arbeit von Brandl-Thür fortzuführen und neue Impulse zu setzen – stets im Sinne der Bewohner. Nachdem Kaplan Markus Kocher und Lektor Joachim Böttcher den Segen Gottes erbaten, hatten die 160 Festteilnehmer die Möglichkeit, sich beim Get-Together und Flying Buffet auf die neue Ära im KWA Rupertihof einzustimmen. Ingrid Versen
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