Kommunalwahl: GOL-Räte gründen Parteifreie Bürgerliste in Au

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Stellten kürzlich ihre neue „Parteifreie Bürgerliste“ vor: Barbara Prügl und Michael Hagl sitzen seit dem Jahr 2014 im Auer Marktrat
Stellten kürzlich ihre neue „Parteifreie Bürgerliste“ vor: Barbara Prügl und Michael Hagl sitzen seit dem Jahr 2014 im Auer Marktrat © Lorenz

Für die Kommunalwahl hat sich in Au eine neue Gruppierung gegründet: Barbara Prügl und Michael Hagl (bisher GOL) warben Ende August für ihre „Parteifreie Bürgerliste“.

Au/Hallertau – Auch eine Bürgermeisterkandidatur scheint möglich. Seit 2014 sitzen Barbara Prügl und Michael Hagl für die Grüne offene Liste (GOL) im Auer Marktrat. Bei der Kommunalwahl 2026 möchten beide wieder antreten, allerdings auf einer gänzlich neuen Liste. Für diese, die aktuell noch unter dem Titel „Parteifreie Bürgerliste“ läuft, rührten Prügl und Hagl am Dienstagabend vor rund 60 Bürgerinnen und Bürgern im Rosenwirt die Werbetrommel. Zwar gibt es noch kein Wahlprogramm, dafür aber schon einige Kritik in Richtung Rathaus. Und es gibt noch etwas, das den beiden sauer aufstößt.

Zu viel nichtöffentlich

„Das ist ein Unding“, ärgerte sich Prügl darüber, dass die Auer Markträte zu den nichtöffentlichen Sitzungen keine Unterlagen im Vorfeld ausgehändigt bekommen würden. Nur deshalb sei es zur leidigen Causa „Marktgarten-Treppe“ gekommen, weil diese in einer nichtöffentlichen Sitzung ohne jegliche Vorlage abgehandelt worden sei. Prügl gab zwar zu, im Vorfeld für diese Treppe gestimmt zu haben – allerdings mit der Auflage, dass dort flankierend auch Sitzgelegenheiten positioniert würden. An der entscheidenden Sitzung habe Prügl dann nicht teilnehmen können, erst später habe sie erfahren, dass die Sitzgelegenheiten „hinten runtergefallen“ seien.

Zur Causa Treppe meldete sich auch eine andere Zuhörerin zu Wort: „Das ist ja ein Schildbürgerstreich. Wer soll denn da wohin gehen? Auf der anderen Seite geht hinten und vorne eine Straße rauf und runter, da kann man bequem gehen – und die Treppe ist so steil, da musst du dich abseilen.“ Ein anderer wollte wissen: „Warum wird so eine Treppe überhaupt in der nichtöffentlichen Sitzung besprochen?“ So recht beantworten konnte das Prügl nicht.

Vorwurf: Geheimrat

Ihr falle aber generell auf, dass vieles unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert werde, was ihrer Meinung nach in den öffentlichen Teil gehöre. „Dann ist es ja kein Marktrat, sondern ein Geheimrat“, so der Eindruck des Fragestellers. Prügl erklärte, dass die neue Liste diesen Umstand zügig abschaffen wolle – genauso wie die Tatsache, dass Haushaltsdebatten nicht öffentlich geführt würden, laut Prügl und Hagl „ein Unding“.

Auch „Unmutsthemen“ stehen auf der Agenda

Die Parteifreie Bürgerliste wolle sich zudem für eine deutlich bessere Kommunikation, mehr Bürgerfreundlichkeit, Transparenz und Offenheit für neue Ideen einsetzen. Auch „Unmutsthemen“ stehen auf der Agenda der beiden Initiatoren, wie etwa eine Lösung in puncto Kindergarten Maria de la Paz, die Zukunft der Hopfenhallen oder die Umsetzung des Bürgerparks. „Wir brauchen einen roten Faden. Jetzt reagieren wir nur, wir müssen aber agieren“, so Prügls Zukunftsvision. „Auch Glasfaser ist ein Thema. Da muss ein Bürgermeister einfach dran bleiben und nicht nur warten“, so Hagls Kritik an Rathauschef Hans Sailer.

Was auch angepackt werden soll: Baugebiete, Gewerbegebiete und überhaupt eine Strategie, wie sich der Markt entwickeln soll. „Unser Markt ist 1,7 Kilometer lang und muss belebt werden. Da hilft nur ein Marktplatz nix“, so Prügl. Ihr sei auch wichtig, dass ab 2026 die vergebenen Referentenposten, wie etwa für den Kindergarten, mit Leben gefüllt würden, bis dato werde hier keinerlei Verantwortung seitens des Rathauses abgegeben.

Mitstreiter gesucht

Um die Pläne der Gruppierung in Taten umsetzen zu können, braucht es jetzt aber noch weitere Unterstützer: Acht Mitstreiter stehen mit den beiden schon auf der Liste, zehn weitere engagierte Kräfte werden gesucht. Und was noch fehlt, sind weitere Unterstützerunterschriften. Insgesamt sind 200 nötig, um als neue Gruppierung zu den Wahlen antreten zu können. Barbara Prügl betonte auch: „Wir sind in der Diskussion bezüglich einer Bürgermeisterkandidatur. Dazu wird es eine gesonderte Veranstaltung geben.“

R. Lorenz

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