„Wir haben alles verloren“: Extrem-Sturm zerstört Urlauber-Juwel in Italien – Video zeigt Verwüstung

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Der Zyklon „Harry“ hat in Italien massive Verwüstungen hinterlassen. Ganze Küstenabschnitte, an denen sonst Urlauber die Sonne genießen, existieren nicht mehr.

Catania – Ein heftiger Sturm hat in Süd-Italien ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Der Zyklon „Harry“ fegte ganze Küstenabschnitte mit unbarmherzigen Winden und der bis dato höchsten gemessenen Welle im Mittelmeer hinweg. Die Schäden in den Urlauber-Gebieten sind immens. Viele Menschen stehen vor dem Nichts.

Ein extremer Sturm hat die Küste in Süd-Italien verwüstet. Hier Eindrücke aus Santa Teresa di Riva auf Sizilien.
Ein extremer Sturm hat die Küste in Süd-Italien verwüstet. Hier Eindrücke aus Santa Teresa di Riva auf Sizilien. © IMAGO/Ansa/Carmelo Imbesi

Es sind Bilder wie aus einer postapokalyptischen Filmwelt. Dort, wo normal viele Touristen ihren Urlaub in Italien genießen, herrscht nun ein Bild der Verwüstung. Straßen sind eingestürzt, tiefe Löcher, in denen ganze Autos versinken könnten, säumen die malerische Küste von Sizilien. Bis zu 16 Meter hohe Wellen schleuderten Schlamm und Sand in rauen Mengen in die Ortschaften. Wassermassen überspülten Häfen, drangen in Häuser und Ortschaften ein. Viele Strände der Region am ionischen Meer sind ein einziges Trümmerfeld.

Sturm verwüstet Urlauber-Juwel in Italien: „Wir haben alles verloren“

„Wir haben alles verloren“, sagt Pio Andrea Peri, der Inhaber eines Strandclubs in Mazzeo gegenüber il messaggero. „Das Gebäude, die Ausstattung – das Meer hat alles weggespült. Die Stahlbetonwände sind wie Brotstangen zerbröselt“, beschreibt er seine persönliche wirtschaftliche Apokalypse.

„Es ist eine äußerst ernste Lage“, bestätigte auch Renato Schifani, der Präsident der Region Sizilien, als er die ionische Küste bei Messina besichtigte. „Das Unwetter hat an der Küste, dem Juwel des sizilianischen Tourismus, verheerende Schäden angerichtet“

Wie drastisch die Schäden sind, zeigt auch ein Blick nach Kalabrien. Regionspräsident Roberto Occhiuto gab bekannt, dass allein hier 300 Millionen Euro für die Behebung der Schäden an öffentlicher Infrastruktur sowie der Entschädigung von Privatpersonen bereitgestellt werden soll. Eine detaillierte Schadensbewertung soll aber erst noch folgen. Man sei auch im Austausch mit anderen Regionalpräsidenten. Dabei gilt es laut Rai auch zu klären, ob man EU-Mittel für den Wiederaufbau nach klimabedingten Katastrophenereignissen einsetzen könne.

Der Ministerrat in Italien wird am Montag in den betroffenen Gebieten in Südtialien den Notstand ausrufen. Dadurch sollen erste Hilfsmaßnahmen schneller und einfacher ankommen. Das gab Ministerpräsidentin Giorgia Meloni laut Rai bekannt. (Verwendete Quellen: il messaggero, Rai, Ansa)