Rätsel um tote Flugbegleiterin in Österreich: Mutter der Verstorbenen äußert schlimmen Verdacht

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Nach einem Sturz aus dem dritten Stock in Wien ist eine Flugbegleiterin gestorben. Für die Polizei ist der Fall abgeschlossen, doch die Familie gibt nicht auf.

München – Sie lebte seit drei Jahren in Österreich, jetzt ist eine junge Sizilianerin tot. Die 24-jährige Flugbegleiterin Aurora Maniscalco stürzte in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni aus dem dritten Stock eines Wohnhauses nahe des Donaukanals. Trotz intensiver medizinischer Bemühungen erlag sie im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Flugbegleiterin stürzt aus dritten Stock in Österreich: Mutter meldet sich zu Wort

In der Wohnung soll die junge Flugbegleiterin von Lauda Air gemeinsam mit ihrem 27-jährigen Freund gewohnt haben. Ihr Partner sei ebenfalls Flugbegleiter gewesen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Bei Vernehmungen mit der Polizei schilderte er, sie hätten sich gestritten. Dann sei die 24-Jährige aus dem dritten Stock gestürzt.

Eine junge Frau ist aus einem Wohnhaus in Wien gestürzt und gestorben. (Symbolbild)
Eine junge Frau ist aus einem Wohnhaus in Wien gestürzt und gestorben. (Symbolbild) © Max Slovencik/dpa

Erst sieben Stunden später verständigte der 27-Jährige die Angehörigen seiner Partnerin, berichtete die italienische Tageszeitung Corriere della Sera. Ein Umstand, der besonders für die Familie von Aurora Fragen aufwirft. „Was er uns glauben machen will, ist, dass meine Tochter verrückt geworden ist“, schilderte die Mutter der Toten, Giada Cucina, der Zeitung. „Aber ich glaube ihm kein Wort.“ Für Aufsehen sorgte in Italien jüngst auch der Tod einer vermissten Teenagerin.

Flugbegleiterin stirbt in Österreich: Sie soll sich mit ihrem Freund gestritten haben

Und weiter: „Als sie das letzte Mal nach Palermo kam, hätte ich sie fast nicht wiedererkannt, weil sie so dünn geworden war, man konnte sehen, dass es ihr nicht gut ging.“ Auch andere Angehörige meldeten sich zu Wort. „In den letzten Tagen gab es einen Streit zwischen den beiden. Keiner von uns glaubt, dass es Selbstmord war“, zitierte die Zeitung L’Unione Sarda ein Familienmitglied.

Doch für die Polizei ist der Vorfall abgeschlossen. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich um einen Unfall oder eine mögliche Verzweiflungstat gehandelt habe, teilte die Polizei Wien der Kronen-Zeitung mit. Die Familie von Aurora gibt jedenfalls nicht auf. „Wir wollen wissen, was wirklich passiert ist“, hieß es. Laut Ansa hat der Anwalt der Familie eine Autopsie des Leichnams sowie eine Analyse ihres Handys beantragt. „Wir wollen niemanden beschuldigen, aber unserer Meinung nach gibt es in der Geschichte noch viele Aspekte zu klären“, so der Anwalt.

Erst kürzlich war ein Arbeiter seinen tödlichen Verletzungen nach einem Sturz in einen Schacht erlegen. (kas)

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