Trotz vieler Anfragen nach einer Vermietung für Sportevents oder auch Hochzeiten bleibt der Sportpark in Grasbrunn in weiten Teilen den Bürgern zur freien Benutzung überlassen.
Grasbrunn – Regelmäßig bekommt die Grasbrunner Verwaltung Anfragen, im Sportpark Grasbrunn Plätze für Partys, Hochzeiten, Firmen- oder Sport-Events zu vermieten. Mehrfach wurden, vor allem Jugendliche, von meist ortsfremden Gruppen vom Spiel verscheucht. Auch künftig werden nur der Hauptplatz und der Kunstrasen vermietet. Auf allen anderen Plätzen gilt: Wer zuerst da ist, darf dort auch bleiben und spielen.
Breitensport auf vielen Anlagen
Die Gemeinde Grasbrunn eröffnete im Jahr 2003 den Sportpark Grasbrunn. Die sportlichen Aktivitäten, vor allem Breitensport, können auf zahlreichen Anlagen ausgeübt werden: Stadion mit Fußballplatz und Tartanbahn, Nebenplatz, Kunstrasenplatz, Allwetterplatz, Skateranlage, Basketball-Court, Boule und Stockschützenbahn, Beachvolleyballfeld sowie Tennisplätze und Traglufthalle. Sämtliche Bereiche werden überwiegend von den örtlichen Vereinen genutzt, sind teilweise vermietet und können in der übrigen freien Zeit von Grasbrunnern für Freizeitaktivitäten genutzt werden.
Keine klare Gebührensatzung
Laut Bauamtsleiterin Stephanie Zirngibl gibt es für den gesamten Sportpark keine klare Gebührensatzung, sind sogar unterschiedliche Preislisten vorhanden. „Wir erhielten in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Anfragen, welche Anlagen exklusiv gebucht werden können für Feiern, Firmenfeiern uns sonstige Anlässe. Hierzu findet sich ebenfalls kein definiertes Regelwerk oder steht fest, welche Bereiche vermietet werden können oder welche nicht“, sagte Zirngibl. Es gebe Eltern, die wollen für Kindergeburtstage Spielplätze exklusiv mieten und leider passiere es immer häufiger, dass spielende Kinder oder Jugendliche von Plätzen vertrieben werden, weil angeblich Hobby-Kicker den Platz gemietet hätten oder schon immer dort spielten. „Zudem hat ein Vergleich mit anderen Gemeinden im Landkreis ergeben, dass die Gebühren in Grasbrunn mit Abstand die günstigsten sind. Daher und weil wir so eine hohe Qualität der Anlagen haben, sind unsere Plätze so attraktiv“, sagte Zirngibl. Sie riet dringend dazu, eine klare Regelung zu finden und die Gebühren deutlich zu erhöhen.
Kinder vertreiben, das geht gar nicht
Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) schlug vor, das Thema in kleinerem Kreis, etwa dem Bauausschuss, zu diskutieren, erhielt dafür aber keine Mehrheit. „Ich will da auch mitreden und meine Meinung äußern“, sagte Dieter Schuster (SPD). Fraktionskollegin Julia Blanck bestand darauf, ein paar Leitplanken setzen zu können, was überhaupt vermietet wird. „Was aus meiner Sicht nicht geht, das ist, Kinder oder Jugendliche, die auf einem Platz sind, zu vertreiben“, unterstrich Korneder.
Vermietung ab 20 Uhr?
Johannes Seitner (FW) schlug vor, die Rasenplätze gegen Gebühr zu vermieten. „Für die anderen Plätze sollten wir nach und nach Lösungen suchen.“ Ulrich Hammerl (SPD) sagte, die Plätze könnten generell ab 20 Uhr vermietet werden. „Dann ist das Jugendtraining vorbei.“ Max Walleitner (Grüne) plädierte dafür, nur den Haupt-Rasenplatz und den Kunstrasenplatz sowie den alten Fußballplatz in Grasbrunn zu vermieten. „Auf allen Plätzen muss man eben sein Glück versuchen, ob frei ist.“
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Der Gemeinderat einigte sich, dass nur der Hauptplatz und der Kunstrasen vermietet werden, dafür wird die Verwaltung eine neue Gebührenordnung erarbeiten. Alle anderen Anlagen im Sportpark bleiben kostenfrei.
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