Erweiterung und Sanierung: Das Tempo bestimmen andere

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Bekommt Zuwachs: die Grundschule Elbach. Wie weit Anbau und Sanierung zum Start des Rechtsanspruchs auf eine Ganztagsbetreuung gediehen sind, lässt sich schwer abschätzen. © THOMAS PLETTENBERG

Der Fischbachauer Bürgermeister Deingruber hat bei der Bürgerversammlung einen Kurzbericht zu Neubau und Sanierung der Grundschule Elbach abgegeben. Wie schnell das kommt, kann er aber nicht sagen.

Über Zeitpläne spricht Fischbachaus Bürgermeister Stefan Deingruber (CSU) nicht so wahnsinnig gerne, zumindest nicht, wenn er dabei von Dritten abhängig ist. So wie bei der Grundschule Elbach, in der die Gemeinde mehr Platz braucht. Gleich drei Anfragen bei der Bürgersammlung drehten sich um den Anbau und die Sanierung, bei einer davon ging es konkret um den Zeitplan. Quintessenz von Deingrubers Antwort: „Zum weiteren Verlauf kann keine seriöse Auskunft gegeben werden.“

Raumprogramm liegt bei Regierung

Klar ist aber: Im Herbst 2026 kommt der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung, und irgendwie muss der auch in Elbach erfüllt werden. Der Fahrplan ist einigermaßen klar. Momentan liegt das Raumprogramm für den Anbau zur Beurteilung bei der Regierung von Oberbayern. Wie der Fischbachauer Bauamtsleiter Joseph Soyer auf Anfrage erklärt, sind im Erdgeschoss Funktionsräume wie Aula sowie Speise- und Mehrzwecksaal vorgesehen, im Obergeschoss drei Klassen- und zwei Gruppenräume. Weitere vier Gruppenräume sollen im Untergeschoss Platz finden. Der Anbau soll in Richtung Staatsstraße entstehen, sodass mit dem Altbestand zusammen ein Geviert entsteht.

Wenn der Neubau steht, ist der Bestand an der Reihe. Der wird peu à peu saniert, da nicht alle Klassen – acht sind es aktuell – im Neubau stattfinden. In der Übergangszeit sollen die Container, die jetzt schon an der Schule stehen und die die Gemeinde inzwischen gekauft hat (wir berichteten), gute Dienste leisten.

Bis alles fertig ist, wird es sicher 2027 sein

Soweit die Schritte. Welches Tempo Fischbachau dabei an den Tag legen kann, hängt derweil von anderen Stellen ab. Die schulaufsichtliche Genehmigung gibt es nur, wenn die Regierung nichts am Raumprogramm auszusetzen hat. In Elbach setzt die Schule schon jetzt auf viel Flexibilität mit kleineren Räumen zwischen den Klassenzimmern, wie Soyer sagt. Kommt das Okay aus München, kann die Gemeinde die weiteren Planungsleistungen ausschreiben, Entwurfs-, Genehmigungs-, Ausführungsplanung. Die Vergabe muss dann jeweils noch durch den Gemeinderat. Das kann dann schonmal dauern. Bis auch der Altbestand durchsaniert ist, wird es sicher 2027 sein. Auf eine schriftliche Anfrage hin nannte Deingruber bei der Bürgerversammlung den Fensteraustausch sowie Ertüchtigung von Fassade und WC-Anlage beispielhaft als Maßnahmen. Kleinmaßnahmen würden ohnehin ständig erfolgen.

Eine dritte Anfrage bezog sich auf die erwarteten Schülerzahlen. Aktuell liegt diese bei 200. Laut Deingruber geht die Schulleitung davon aus, dass in den Folge-Schuljahren 206 und 215 und im 2027/28 dann 222 Kinder die Einrichtung besuchen. Das bisherige Maximum lag bei 212 im Jahr 2022.

Gesamtpaket laut bisherigem Plan 5,3 Millionen Euro teuer

Zum Geld sagte Deingruber in diesem Zusammenhang, im Haushalt des laufenden Jahres ist aber von 5,3 Millionen Euro für das Gesamtpaket die Rede. Was der Bürgermeister sehr wohl erwähnte, war die Tatsache, dass Fischbachau den Packen erst einmal selbst schultern muss. Die Förderung, immerhin mit 4,2 Millionen rechnet die Kämmerei, gebe es erst nach Abschluss der Baumaßnahme. Für die Zwischenfinanzierung komme Fischbachau um eine Kreditaufnahme nicht herum. Momentan sind zweimal fünf Millionen für die nächsten beiden Jahre vorgesehen.

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