Oberbayerischer Taekwondo-Athlet gewinnt erneut bei Technik-DM und erhält Ehrennadel

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Mehr geht nicht: Manfred Stadtmüller gewann bei der DM im Einzel und im Paarlauf und erhielt eine spezielle Auszeichnung der Deutschen Taekwondo-Union. © privat

Gold im Einzel und im Paarlauf – bei der DM räumte Taekwondo-Routinier Manfred Stadtmüller wieder groß ab. Obendrein gab es eine besondere Ehrung.

Aichwald – Dass sein Name in der offiziellen Ergebnisliste falsch geschrieben worden war, darüber dürfte Manfred Stadtmüller locker hinweggesehen haben. Immerhin stimmte aus seiner Sicht das Resultat: Zum zweiten Mal in Folge räumte der Taekwondo-Sportler aus Peiting bei der deutschen Meisterschaft in der Disziplin Technik (Poomsae) sowohl im Einzel als auch im Paarlauf den Titel ab.

Und nicht nur das: Stadtmüller wurde am Rande der Veranstaltung zudem mit der höchsten Auszeichnung, die die DTU vergibt, bedacht: Für den WM-Titel 2024 und den EM-Sieg 2025 erhielt er die Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz.

Mit Sylvia Höhfeld (Nordrhein-Westfalen) bildet Stadtmüller ein geradezu kongeniales Team für den Paarlauf. Die beiden Bundeskader-Athleten haben in der kurzen Zeit, seitdem sie zusammen antreten, schon zahlreiche Medaillen gewonnen. Nicht nur bei DM, WM und EM waren Höhfeld/Stadtmüller siegreich, auch bei den Belgium Open haben sie schon triumphiert. In Aichwald dominierten sie das Geschehen in ihrem Wettkampf, gewannen mit klarem Vorsprung. Als einzige schafften die beiden ein Ergebnis innerhalb einer Runde jenseits der sieben Punkte. Zwei Formen waren zu laufen, beide Male erreichten sie das Top-Resultat (7,067/6,600).

Vorrunde mit zwölf Athleten

Im Einzel der Ü66-Klasse sah sich Stadtmüller mit elf Kontrahenten konfrontiert. In einer Vorrunde, mit einem Lauf, wurden die acht Teilnehmer an der Finalrunde ermittelt. Stadtmüller bekam die Form Nummer 14 (Jitae) zugelost. Die kam ihm „sehr entgegen“, wie der Peitinger berichtete. Prompt gelang ihm das mit Abstand beste Resultat (7,433).

In der Finalrunde gab es eine Neuerung. Erstmals gingen zwei Kämpfer parallel auf die Matte und zeigten nebeneinander ihre Formen, die dann von den Kampfrichtern bewertet wurden. Der Gewinner kam weiter. Ebenfalls neu: Welche Form ein Athlet demonstrieren musste, wurde ihm unmittelbar vor dem Auftritt gesagt. Als Sieger der Vorrunde bekam es Stadtmüller mit dem Achten, Kurt Impekoven (Hessen), zu tun. Das Duell gewann er klar mit 1,249 Punkten Unterschied.

In der Runde der letzten vier kam es zum Aufeinandertreffen mit Truoc-Trung Mach aus Baden-Württemberg. Auch dieses Match entschied der Peitinger für sich – diesmal mit 0,5 Punkten Vorsprung. Im Finale kam es zum Duell mit einem Dauerrivalen, Frank Marohn aus Eichstätt. Beide Kämpfer bekamen für sie günstige Formen – Nummer 13 (Sipjin) und elf (Taebaek) – als Aufgabe. Nach dem ersten Durchgang schon leicht in Führung, setzte Stadtmüller bei der zweiten Form nochmals einen drauf und gewann dann am Ende „doch deutlich“, wie er zufrieden feststellte.