Todesursache nach Gleitschirm-Absturz final klar: So starb Felix Baumgartner

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Der zuständige Staatsanwalt enthüllt nun die genaue Todesursache von Felix Baumgartner. Er verunglückte bei einem Paragliding-Sprung.

Fermo – Monate des Rätsels haben ein Ende. Am 17. Juli 2025 stürzte Felix Baumgartner mit seinem Paraglider in Italien in den Tod – jetzt sind die Hintergründe dazu bekannt. Es war nicht das Gerät, das versagte. Es war nicht sein Herz, das schlapp machte. Es war ein menschlicher Fehler, der dem Extremsportler das Leben kostete.

Extremsportler Felix Baumgartner.
Extremsportler Felix Baumgartner verunglückte tödlich. (Archivbild) © Sven Simon/Malte Ossowski/IMAGO

Staatsanwalt Raffaele Iannella aus Fermo machte am Montag (6. Oktober 2025) gegenüber Bild eine erschütternde Enthüllung. Ein technisches Gutachten habe eindeutig ergeben, „dass der Unfall auf einen reinen menschlichen Fehler zurückzuführen ist; der Gleitschirm befand sich in einwandfreiem Zustand und wies keine Mängel auf“.

Todesursache von verunglücktem Felix Baumgartner nun bekannt

Damit sind alle Spekulationen über technische Defekte vom Tisch. Baumgartners Paraglider funktionierte einwandfrei – er selbst machte den entscheidenden Fehler. „Es kam zu einem raschen Höhenverlust, als eine Sturzspirale einsetzte, und Baumgartner war nicht in der Lage, den Schirm aus der Spirale heraus zusteuern“, erklärte der Staatsanwalt bei Bild. Der 56-Jährige sei über Porto Sant‘Elpidio in eine gefährliche Abwärtsspirale geraten – und habe dann den entscheidenden Fehler gemacht. Eine „konstante und entschlossene Betätigung der rechten Steuerleine“ sei notwendig gewesen. Diese bewährte Technik hätte Baumgartners Leben retten können, der erfahrene Extremsportler wendete sie aber nicht an.

Im Juli hatte Staatsanwalt Iannella erklärt: „Was wir bisher sicher wissen: Baumgartner starb beim Aufprall, die Wirbelsäule brach im unteren Bereich des Rückens und das Rückenmark wurde geschädigt“. Erst wenige Augenblicke vor dem Aufprall löste sich der Rettungsschirm – zu spät. Wochenlang hatten Ermittler daher verschiedene Theorien verfolgt. Zunächst vermuteten sie, dass eine am Motorgleitschirm befestigte Kamera in den Propeller geraten sein könnte.

Nach ersten Untersuchungen des Fluggeräts gingen die Staatsanwälte davon aus, dass Baumgartner die Kamera mit einer kleinen Schnur am Paraglider befestigt hatte, um Aufnahmen zu machen. Diese Theorie wurde durch Aussagen von zwei Augenzeugen gestützt, die den Absturz beobachtet hatten. Auch gesundheitliche Probleme standen im Raum – Experten spekulierten über einen möglichen Herzinfarkt während des Fluges, den die Obduktion aber ausschließen konnte.

Weder Herzinfarkt noch verhedderte Kamera: Menschliches Versagen

Das technische Gutachten, das nun vorliegt, räumt mit allen bisherigen Spekulationen auf. Weder die Kamera noch ein technischer Defekt waren schuld am Absturz. „Dies führte zum Verlust der Kontrolle über das Fluggerät und dazu, dass die Spirale nicht verlassen werden konnte“, so Staatsanwalt Iannella bei Bild. Die Staatsanwaltschaft beantrage die Einstellung des Verfahrens.

Baumgartner war 2012 durch seinen spektakulären Sprung aus der Stratosphäre weltberühmt geworden. Aus fast 39 Kilometern Höhe sprang er ab und durchbrach als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer. Der Sprung machte ihn zur Legende des Extremsports. In seinen letzten Lebensjahren widmete sich der gebürtige Salzburger verstärkt dem Paragliding. Auf Instagram postete er regelmäßig Videos seiner Flüge. Nur zwei Stunden vor seinem Tod hatte er eine Story veröffentlicht, in der er sich über „zu viel Wind“ beklagte. Jetzt haben die Hinterbliebenen Gewissheit über die Todesursache. (Quellen: Bild, Ippen Media) (jh)

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