Wohnungsbau-Reform: Merz-Regierung vereinfacht Förderung – „Eiszeit ist vorbei“

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Es gibt mehrere staatliche Förderungen für den Wohnungsbau. Das ist alles andere als übersichtlich. Deshalb soll das System jetzt einfacher werden.

Berlin – Für einen Wohnungskauf oder -bau gibt es für verschiedene Szenarien günstige Kredite vom Staat. Allerdings macht die Vielzahl an Angeboten die Förderung auch entsprechend unübersichtlich und somit schwerer in Anspruch zu nehmen. Um den Wohnungsbau zu fördern, der in den letzten Jahren weit unter den gesetzten Zielen blieb, will die Merz-Regierung jetzt genau hier ansetzen und die Hilfen zu einem einfachereren Konzept zusammenfassen.

KfW
Die Förderprogramme für den Wohnungsbau der KfW sollen zusammengelegt und so übersichtlicher werden. © Arne Dedert/dpa

Ab 2027 soll die komplexe Förderlandschaft zu einer „Zwei-Säulen-Förderung“ zusammengefasst werden, erklärte Sören Bartol (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, in einer Pressemitteilung des Bundesbauministeriums (BMWSB). Eine Säule soll den Neubau unterstützen, die andere Bestandssanierung und Modernisierung. Diese Vereinfachung war bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden.

Finanzielle Hilfe beim Wohnungsbau: So will die Merz-Regierung die Förderprogramme überarbeiten

Nach einer langen Wohnungskrise zeigt sich aktuell beim Wohnungsbau wieder ein Aufwärtstrend. Seit mehreren Monaten steigen die Baugenehmigungszahlen und auch die Investitionen gehen hoch. „Branchenumfragen zeigen, dass die Eiszeit nun vorbei ist und Tauwetter eingesetzt hat“, so Bartol. Dieser Impuls soll nun durch die Vereinfachung der Förderung weiter verstärkt werden, so die Pläne der Bundesregierung.

Kern der diversen Programme, die nun zu den beiden Säulen zusammengefasst werden sollen, sind zinsverbilligte Kredite über die Förderbank KfW. Die Bedingungen für die diversen Förderungen wurden in den vergangenen Monaten mehrfach nachgebessert – unter anderem wohl auch, weil sie noch nicht so gut ankamen wie erhofft. Immerhin: 2025 wurden 64.500 Wohnungen gefördert. Das zeige laut Bartol die Verlässlichkeit der Programme und sende ein wichtiges Signal an die Bauwirtschaft.

Die Reform der Förderprogramme soll den Wohnungsmarkt nun also noch weiter in Schwung bringen. Die Ampel-Regierung hatte ursprünglich 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen – ein Ziel, das wegen hoher Zinsen, Baukosten und zäher Genehmigungen bisher deutlich verfehlt wurde, wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet. 2024 wurden gerade einmal 251.900 Wohnungen fertiggestellt – so wenige wie sein 2015 nicht mehr. Der neue Ansatz der Merz-Regierung zur Wohnbauförderung kommt ohne solche konkreten Zielmarken aus. Auch über die E-Auto-Förderung wird viel diskutiert. (Quellen: dpa, Pressemeitteilung des Bundesbauministeriums) (sp)

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