Das „Inkognito" in Bad Tölz ist nach einem Jahr wieder insolvent

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Das Bistro Inkognito im Tölzer Moraltpark steht aktuell wieder leer. © arp

Der Quereinsteiger Serge Neufeld musste Insolvenz anmelden. Zu wenige Gäste kamen ins Bistro, die Einnahmen blieben aus.

Bad Tölz - Das „Inkognito“ in Bad Tölz hat viele Wechselfälle hinter sich. Der Wirt, der das Bistro im Tölzer Moraltpark 2021 übernommen hatte, starb im Folgejahr im Alter von nur 33 Jahren bei einem Autounfall. Danach stand das Lokal zwei Jahre lang leer, bis ein ehemaliger Stammgast sich entschloss, das Lokal selbst als Quereinsteiger in der Gastronomie zu übernehmen. Dieser Versuch ist nun aber nach etwas mehr als einem Jahr gescheitert. Wie der letzte Inhaber Serge Neufeld auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, ist das „Inkognito“ seit Ende 2025 wieder geschlossen.

„Es waren zu wenige Gäste da“

Die Erklärung fällt schlicht aus. „Es waren zu wenige Gäste da, die Einnahmen blieben aus, und ich konnte nicht noch mehr Geld reinstecken“, sagt der Tölzer. Auch intensive Werbung über alle Kanäle habe wenig an der Situation geändert. Nicht zuletzt sei es schwierig gewesen, das Bistro sozusagen nebenbei zu führen. Neufeld betrieb das „Inkognito“ neben seinem Hauptberuf.

Mitarbeiter alle „gut untergekommen“

Schlussendlich habe er mit seiner Unternehmergesellschaft Insolvenz anmelden müssen, so Neufeld. Seine Bemühungen, einen Nachfolger als Betreiber zu finden, der ihm nach Möglichkeit das Inventar abkauft und das „Inkognito“ am Leben erhält, seien fruchtlos geblieben. Die Mitarbeiter des Lokals hätten glücklicherweise andere Stellen gefunden. „Sie sind alle gut untergekommen.“

Fläche wird „zeitnah verfügbar sein“

Verpächter der Immobilie im Moraltpark ist die Berliner Immobiliengesellschaft Berlinovo. Deren Sprecher Ulrich Kaminer bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung: „Die Einrichtung hat wenige Tage vor Weihnachten den Betrieb eingestellt und geschlossen.“ Der Insolvenzverwalter habe aktuell den Pachtvertrag gekündigt, „sodass die Fläche für uns zeitnah verfügbar sein wird“. Eine „künftige nachhaltige Nachnutzung“ sehe das Unternehmen im Gesundheitsbereich oder wieder als Gastronomiebetrieb.