Ernährungsberaterin warnt: Light-Produkte können beim Abnehmen hinderlich sein

Light – das klingt nach schlank, clever und gesund. Und natürlich nach weniger Kalorien. Aber was steckt wirklich dahinter?

Über Denise Bianchini

Denise Bianchini ist zertifizierte Gesundheits- und Ernährungsexpertin und spezialisiert auf Männer ab 40, die dauerhaft abnehmen wollen. Speziell für Führungskräfte und Selbstständige mit wenig Zeit entwickelte sie eine „10-Minuten-Methode“, die Fitness, Figur und Gesundheit gezielt auf Kurs bringen soll - ohne Diätdruck oder Sportzwang.

Was bedeutet "Light" tatsächlich?

Die Bezeichnung "Light" dürfen Produkte nur tragen, wenn sie mindestens 30 % weniger Fett, Zucker oder Kalorien enthalten als das Original. In den meisten Fällen wird vor allem am Fett gespart – denn Fett liefert pro Gramm mehr als doppelt so viele Kalorien wie Zucker.

Fett sparen – eine veraltete Strategie

Fett wurde jahrelang als Hauptverursacher für Übergewicht verteufelt. Heute weiß man jedoch, dass Zucker oft der größere Übeltäter ist. Fett hat wichtige Funktionen im Körper: Es sättigt, liefert Energie und transportiert fettlösliche Vitamine. Wird Fett reduziert, steigt häufig der Zuckeranteil, um den Geschmack zu erhalten.

Die versteckten Gefahren von Zucker

Ein höherer Zuckeranteil lässt den Blutzucker- und Insulinspiegel stark schwanken. Dies blockiert nicht nur die Fettverbrennung, sondern kann auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum gilt als Risikofaktor für Übergewicht, Entzündungen und Stoffwechselstörungen.

Künstliche Zusätze und ihr Einfluss auf den Körper

Um das fehlende Fett auszugleichen, setzen Hersteller oft Süßstoffe, Verdickungsmittel und künstliche Aromen ein. Der Körper bekommt den süßen Geschmack, aber keine echte Energie. Die Folge: Der Appetit steigt, oft auf schnelle Kohlenhydrate. Stichwort: Heißhunger. Man isst öfter und tendenziell mehr.

Die Kalorienfalle der Light-Produkte

Wer regelmäßig zu solchen „leichten“ Produkten greift, tappt leicht in die Kalorienfalle. Nicht, weil das Produkt selbst viele Kalorien enthält, sondern weil es den Körper nicht zufriedenstellt. Das kann letztlich beim Abnehmen im Weg stehen.

Fazit: Echte Lebensmittel statt Light-Tricks

Sind Light-Produkte grundsätzlich schlecht? Nicht unbedingt. Es kommt darauf an. Ein Light-Käse mit reduziertem Fett und wenigen Zutaten kann sinnvoll sein. Eine „leichte“ Fertigsoße oder ein Joghurt mit Süßstoffen, Verdickern und Aromastoffen eher nicht. Ernährungsberaterin Denise Bianchini empfiehlt: "Man braucht keine Light-Tricks, sondern ehrliches Essen mit echten Zutaten." Auf Dauer leiden sonst Gesundheit und Gewicht.

Dieser Beitrag stammt aus dem EXPERTS Circle – einem Netzwerk ausgewählter Fachleute mit fundiertem Wissen und langjähriger Erfahrung. Die Inhalte basieren auf individuellen Einschätzungen und orientieren sich am aktuellen Stand von Wissenschaft und Praxis.