Zwei Motorradunfälle am Kesselberg - Feuerwehr muss sich durch Ausflugsverkehr kämpfen

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. DasGelbeBlatt

Kommentare

Die Feuerwehr Kochel rückte an der unübersichtlichen Unfallstelle am Kesselberg an und sicherte alles ab. © Feuerwehr Kochel

Innerhalb von zwei Stunden kam es am Samstag am Kesselberg bei Kochel zu zwei Motorradunfällen. Beide Fahrer kamen verletzt in die Klinik.

Kochel - Unabhängig voneinander ereigneten sich am Samstag (6. September) auf der Kochler Kesselbergstrecke der B11 zwei Motorradunfälle. Bei diesen wurde jeweils die Fahrer verletzt.

Am Samstag kam es innerhalb von zwei Stunden zu zwei Motorradunfällen auf der Kesselbergstrecke der B11 bei Kochel

Der erste Unfall passierte um 12.45 Uhr bergabwärts kurz vor der gegenwärtigen Baustelle vor Altjoch. Ein 52 Jahre alter Münchner fuhr laut Polizei mit seiner BMW in einer Linkskurve zu dicht an die rechte Leitplanke heran und kollidiert mit dieser. In der Folge stürzte der Biker und verletzte sich schwer am linken Bein. Nach der Erstversorgung brachte ihn das BRK in die Unfallklinik nach Murnau.

Polizei: Tempo wohl nicht der Grund

„Den Umständen und Spurenlage nach dürfte hier ausnahmsweise die Geschwindigkeit nicht die Unfallursache gewesen sein“, heißt es von der Tölzer Polizei. Um die Abholung des nur leicht beschädigten Krads kümmerte sich der Sohn, der mit einer eigenen Maschine seinem Vater gefolgt war.

Feuerwehr: Rückstau bei Anfahrt

An der sehr unübersichtlichen Unfallstelle sicherte die Feuerwehr Kochel für die Dauer der Unfallaufnahme die Unfallstelle. Die freiwilligen Helfer mussten sich „durch den hohen Ausflugsverkehr“ den Weg an den Kesselberg bahnen, wie die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite mitteilt. Schon bei der Anfahrt sei der Rückstau vom Kesselberg „enorm“ gewesen.

Die First Responder-Kräfte versorgten den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts aus Benediktbeuern. Auch dieser „kam aufgrund des hohen Verkehrs und der in der Baustelle des Kesselbergs stehenden Autos nur schleppend an den Unfallort“, heißt es von der Feuerwehr. Die Feuerwehr-Kräfte räumten die nur einseitig befahrbare Fahrbahn in der Baustelle des Kesselberg um den Abtransport des Patienten möglich zu machen. Nach einer Stunde konnten die Helfer wieder einrücken.

16-Jähriger zu schnell unterwegs

Zwei Stunden, gegen 14.50 Uhr, später kam es dann zum zweiten Motorrad-Unfall am Kesselberg. Laut Polizei prallte ein 16 Jahre alter Geretsrieder mit seinem SWM-Leichtkraftrad in der „Schaukurve“ bergabwärts rechts gegen die Felswand. Seine mit Protektoren ausgestattete Schutzkleidung habe ihm laut Notarzt vor schlimmeren Verletzungen bewahrt, so die Polizei. Die weitere Behandlung erfolgte dann auch in der Murnauer Unfallklinik. „In diesem Fall war die Spurenlage eindeutiger, so dass erkennbar die Geschwindigkeit unfallursächlich gewesen ist“, heißt es von der Polizei. Um das schwer beschädigte Krad kümmerte sich ein Abschleppdienst.

Feuerwehr an dem Tag dreimal alarmiert

Auch hier war die Feuerwehr Kochel wieder alarmiert worden. Kurz vor Auffahrt auf den Kesselberg bekamen die Freiwilligen die Meldung, dass sie nicht benötigt würden. Nur der Einsatzleitwagen fuhr zur Unfallstelle, die Helfer unterstützten den Rettungsdienst beim Patiententransport in den Rettungswagen. Für die Kochler Feuerwehr gab es an diesem Samstag noch einen dritten Alarm: In einem Gebäude in Altjoch war Gasgeruch bemerkt worden. Mit zwei Gasmessgeräten überprüften Atemschutzträger die Örtlichkeit. Im Heizungsraum schlug der CO2-Melder an, wie die Feuerwehr auf Facebook berichtet. Das Gebäude wurde belüftet und anschließend freigemessen. Die Pellets-Heizungsanlage wurde außer Betrieb genommen.

Mit dem „Das Gelbe Blatt“-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Das Gelbe Blatt“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.

Auch interessant

Kommentare