Dringender Rückruf von Tomatenmark – Hersteller warnt: „Nicht verwenden“

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Für viele Pasta-Saucen ist Tomatenmark ein unverzichtbarer Bestandteil. Jetzt droht allerdings Gesundheitsgefahr. (Symbolbild) © Robert Kneschke

Achtung, Verletzungsgefahr! Ein Tomatenmark muss aus den Regalen. Wer es zu Hause hat, sollte es nicht mehr verwenden und sofort zurückgeben.

München – Egal ob Pasta-, Reis- oder Fleischgerichte: Wer in der Küche gerne mit mediterranen Zutaten arbeitet, nutzt häufig konzentriertes Tomatenmark, um Soßen und Speisen den passenden Geschmack zu geben. Doch derzeit ist bei einem bestimmten Artikel höchste Vorsicht geboten. Im Rahmen einer behördlichen Kontrolle sind Glassplitter aufgefallen.

Tomatenmark im Rückruf
Vorsicht: Dieses Tomatenmark der Marke Namli wird derzeit zurückgerufen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. © DEPO Food und Nonfood Handels GmbH

Wie auf lebensmittelwarnung.de, einem Portal der 16 Bundesländer sowie des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), mitgeteilt wird, hat die DEPO Food und Nonfood Handels GmbH mit Sitz in Wuppertal das Tomatenmark – Namli Domates Salcasi aus dem Verkauf genommen.

Rückruf in drei Bundesländern: Dieses Tomatenmark sollten Sie nicht mehr verwenden

Die Produktdetails der Lebensmittelwarnung im Überblick:

Produkt Tomatenmark – Namli Domates Salcasi
Hersteller DEPO Food und Nonfood Handels GmbH
Betroffene Charge L011
Mindesthaltbarkeitsdatum 01.12.2027
Verpackungsgröße: 4.100 Gramm

Der Hersteller warnt: „Kundinnen und Kunden, die das genannte Produkt gekauft haben, werden gebeten, es nicht zu verwenden und es in der Verkaufsstelle zurückzugeben. Der Kaufpreis wird selbstverständlich auch ohne Kassenbon erstattet“, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Laut lebensmittelwarnung.de sind Käufer in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg von dem Rückruf betroffen (Stand: 7. Februar, 10 Uhr).

Wer Rückfragen oder Unsicherheiten hat, kann sich per E-Mail an info@depo24.de oder telefonisch unter +49 (0)202 7 476 476 an das Unternehmen wenden. Das Unternehmen stellt auch Hinweise in türkischer Sprache zur Verfügung.

Glassplitter im Essen: Warum die Gesundheitsgefahr so groß ist

Rückrufe wegen Fremdkörpern gehören in Deutschland zu den häufigsten Auslösern von Lebensmittelwarnungen. Wie bei anderen Fremdkörpern auch, stellen insbesondere Glassplitter im Verdauungstrakt erhebliche gesundheitliche Gefahren dar. Abhängig von Größe, Form und Lage im Verdauungssystem können sie verschiedene Beschwerden hervorrufen. Schon kleinere, stumpfe Objekte sind in der Lage, ein Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre auszulösen und das Schlucken zu behindern, wie das medizinische Fachportal MSD Manual informiert.

Scharfe Objekte stellen eine besonders hohe Gefahr dar: Sie können nicht nur im Mund- und Rachenbereich Verletzungen verursachen. Wenn sie die Speiseröhre durchbohren, besteht die Gefahr, dass Nahrung und andere Substanzen in die Brusthöhle eindringen und dort eine lebensbedrohliche Entzündung hervorrufen. Aus diesem Grund wird vom Verzehr von möglicherweise mit Fremdkörpern verunreinigten Lebensmitteln dringend abgeraten.

Doch auch andere Ursachen liefern derzeit Anlass zur Besorgnis. Aktuell sorgen mehrere Rückrufe von Babynahrung für großes Aufsehen. Zuletzt hat der Lebensmittelriese Danone einen Rückruf von Säuglingsnahrung erweitert. Zuvor rief auch schon Nestlé zahlreiche Chargen zurück. (Quellen: lebensmittelwarnung.de, Mitteilung DEPO Food und Nonfood Handels GmbH, MSD Manual) (jm)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/dringender-rueckruf-von-tomatenmark-hersteller-warnt-nicht-verwenden-zr-94159209.html