Verschiedene Orte, darunter Gstaad, Luzern und Ascona, haben aus Solidarität mit der Tragödie in der Silvesternacht in Crans-Montana auf ihre Neujahrsfeierlichkeiten verzichtet. Nicht so der Ort Interlaken – dort wurde das Open-Air "Touch the Mountains"-Fest mit Feuerwerk gefeiert. Das sorgt für Kritik, berichtet die Schweizer Zeitung "20 Minuten".
Auf Instagram postet das Festival: "Ein riesiges Danke an euch alle für die unglaubliche Energie und die magischen Momente." Eine große Feier, während rund 100 Kilometer weiter in Crans-Montana nicht alle Angehörigen wissen, was bei dem Brand in der Bar in der Silvesternacht mit ihren Verwandten geschehen ist.
Kritik an Feier in Interlaken: "Etwas mehr Respekt wäre angebracht gewesen"
Das "Touch the Mountains"-Festival habe rund 25.000 Fans angezogen, berichtet die "Berner Zeitung". Allerdings kritisieren einige Menschen die Entscheidung für die Feierlichkeiten. "Etwas mehr Respekt für die Opfer in Crans-Montana wäre angebracht gewesen", zitiert die Zeitung einen Mann.
Der Organisator des Events, die Jungfrau World Events GmbH, nimmt auf Anfrage von "20 Minuten" Stellung: "Beim Entscheid zum Aufbau am frühen Donnerstagmorgen waren erst wenige Informationen zur Katastrophe in Crans-Montana bekannt", sagt die Geschäftsführerin. Des Weiteren drücken die Verantwortlichen ihr Mitgefühl für die Opfer und Angehörigen der Katastrophe aus.
Sie betonen allerdings ebenso, dass "sämtliche behördliche Bewilligungen für das Feuerwerk vorgelegen hätten". Auf dem Instagram-Account des Festivals fehlt die Anteilnahme und Kommunikation bisher (Stand: 2. Januar, 20.10 Uhr).
Solidarität mit Crans-Montana – andere Gemeinden sagen Veranstaltungen ab
Einen anderen Weg haben die Gemeinden Gstaad, Luzern und Ascona eingeschlagen. Sie alle haben geplante Veranstaltungen abgesagt, berichtet "20 Minuten". Dies sei unter anderem aus Respekt gegenüber Crans-Montana, den Opfern und Angehörigen geschehen.
Bar in Crans-Montana brennt in Silvesternacht
In einer Bar in Crans-Montana hat es in der Silvesternacht gebrannt. Dabei sind mindestens 40 Menschen gestorben, mehr als 100 weitere sollen verletzt worden sein. Der Brand sei womöglich durch ein Tischfeuerwerk ausgelöst worden, welches durch den Raum getragen wurde, berichtet die "Tagesschau" und beruft sich auf Informationen von Behörden. Die Identifikation der Todesopfer dauere derweil noch an.