Dass es teuer wird, war bekannt. Wie teuer jedoch nicht: Nun liegt die Schlussabrechnungsprognose für die Asamsanierung in Freising bei über 70 Millionen Euro – aus verschiedenen Gründen.
Freising – Die Asamsanierung in Freising hat die 70-Millionen-Euro-Marke nun doch noch geknackt: Gut ein Jahr nach der Eröffnung steht zumindest eine „Schlussabrechnungsprognose“ im Raum, wie es Projektsteuerer Helmut Grepmair in der Kulturausschusssitzung formulierte. Und diese Prognose scheine zumindest „recht stabil“ zu sein. Sprich: Dass es nochmal teurer wird, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber, so Grepmair, „eigentlich muss es jetzt sitzen“.
2016 sollten es noch 46,4 Millionen Euro sein
Anstatt 64,5 Millionen Euro stehen jetzt satte 70,9 Millionen unterm Strich. „Das ist verschiedenen Gründen geschuldet, die nicht ganz so durchsichtig sind, wie wir das bei der letzten Kostenerhöhung darstellen konnten“, sagte Hochbauamtsleiter Robert Naujokat. Hatte der Stadtrat im Jahr 2016 der Generalsanierung des Asamgebäudes bei einer ersten Kostenberechnung von 46,4 Millionen Euro zugestimmt, so mussten die Gesamtkosten bis 2023 auf 64,5 Millionen nach oben korrigiert werden.
Provisorische Maßnahmen für erste Veranstaltungen
Einer der Gründe, die Grepmair und Architekt Christoph Wollmann im Ausschuss nannten, war eine „sehr große Überlappung der Leistungen, die Ende 2023, Anfang 2024 stattgefunden hat“. Das Kulturamt hatte zwischen April und Juni 2024, also vor der offiziellen Eröffnung, bereits verschiedene Veranstaltungen geplant. Um hierfür die Genehmigung von einem Prüfsachverständigen zu bekommen, habe man eine Reihe von provisorischen baulichen Maßnahmen vornehmen müssen. Und es gibt noch viele weitere Gründe für die millionenschwere Kostensteigerung (Bericht folgt).