Fünf Jahre nach erstem Teilstück: Bau von Radweg verzögert sich – Umsetzung heuer „unwahrscheinlich“

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Vom Radweg Lenggries-Jachenau ist bislang nur ein Teilstück zwischen Raut und Rehgraben fertig. Die nächsten Abschnitte lassen auf sich warten. © Hendrik Schmidt

Auf dem Fahrradweg zwischen Lenggries und der Jachenau steht der nächste Bauabschnitt an. Doch dabei kommt es zu Verzögerungen.

Jachenau/Lenggries – Gut fünf Jahre ist es her, seit das erste Teilstück des Radwegs Lenggries-Jachenau fertiggestellt wurde. Die Umsetzung des nächsten Bauabschnitts war eigentlich für 2025 geplant. Daraus wird aber dieses Jahr wohl noch nichts, wie nun Martin Herda vom Staatlichen Bauamt Weilheim auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Der nächste Bauabschnitt, der umgesetzt werden soll, ist der zwischen Wieden und Höfen. „Dieser Bauabschnitt hat für uns Priorität, weil dort die Kinder aus dem Neubaugebiet in Bäcker zur Schule und zum Sportplatz fahren“, sagt Herda.

Wegen landschaftspflegerischem Begleitplan: Bau von neuem Radweg verzögert sich

Auch der Jachenauer Bürgermeister Klaus Rauchenberger hatte sich zuletzt pessimistisch geäußert, ob der Radwegbau wie vorgesehen 2025 weitergehen könne (wir berichteten). Knackpunkt ist der landschaftspflegerische Begleitplan für den Radweg. Der muss nach Herdas Angaben „an die endgültige technische Lösung angepasst werden“. Dies aber werde „so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass ein Bau 2025 nicht sehr wahrscheinlich ist“, sagt der Abteilungsleiter Straßenbau-Süd. Auch sonst gebe es noch einige Punkte, die zu klären sind. Herda verweist darauf, dass dies alles zur Planung gehöre, und die sei Aufgabe der Gemeinde. Es ist vereinbart, dass beim Radweg die Gemeinde plant und der Freistaat dann den Bau übernimmt.

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Mit der „endgültigen technischen Lösung“ meint Herda die Entscheidung, die für die Trassenführung an einem neuralgischen Punkt des Radwegs gefallen ist, nämlich eine Engstelle zwischen Jachen und dem Brunnenberg auf Höhe zwischen Bäcker und Höfen. Um hier Platz für den Radweg zu schaffen, soll die Staatsstraße in Richtung Berghang verlegt werden – wofür dann ein Teil des Hangs abgetragen beziehungsweise die Böschung steiler gemacht werden muss. Bürgermeister Rauchenberger hatte in Bezug auf den landschaftspflegerischen Begleitplan zudem erklärt, dass dieser auch deshalb erneuert werden müsse, weil ein bereits bestehender Plan älter als fünf Jahre sei.

Bauamt will keine doppelte Verkehrsbehinderung durch Bauarbeiten

Dass nun heuer nicht mehr gebaut wird, zieht wohl auch eine Verzögerung des nächsten vorgesehenen Bauabschnitts nach sich. Eigentlich hätte sich 2026 die Errichtung eines Teilstücks auf Lenggrieser Flur anschließen sollen, zwischen Rehgraben und Leger. „Es ist aber unwahrscheinlich, dass wir beide Abschnitte in einem Jahr bauen werden“, sagt Herda. Dagegen sprächen die begrenzten Kapazitäten sowohl innerhalb des Staatlichen Bauamts als auch aufseiten der Baufirmen. Zudem wolle man den Verkehrsteilnehmern keine doppelte Verkehrsbehinderung durch Bauarbeiten an zwei Stellen entlang der Staatsstraße 2072 zumuten. (ast)

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