Drama auf Urlaubsinsel: Küstenwache sucht vermissten Touristen

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Ein Gleitschirmflieger wird vor der Urlaubsinsel Teneriffa vermisst. Immer wieder gibt es Unfälle. Unwissende Touristen unterschätzen die Gefahren der Insel.

Puerto de la Cruz – Sonnenschein und milde Temperaturen – die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln sind im Winter ein beliebtes Reiseziel für Europäer. Während die Menschen anderswo frieren, herrschen auf Teneriffa ideale Bedingungen für Paragliding-Touristen. Doch das Paradies wird zur Falle: Immer mehr Unfälle erschüttern die Insel.

Vor der Küste von Teneriffa wird ein Gleitschirmpilot vermisst. © 112 Canarias | Tomislav Georgiev/dpa/Symbolbild

Die Küstenwache sucht seit Mittwochmittag (4. Februar) vor Puerto de la Cruz einen Gleitschirmflieger, der ins Meer gestürzt ist. Darüber informierte die Rettungsleitstelle 112 Canarias beim Onlinedienst X. In Booten, an Land und aus der Luft suchten Rettungskräfte nach dem Vermissten.

Urlauber stürzt mit Gleitschirm vor Teneriffa ins Meer: Suche dauert an

Laut dem öffentlich-rechtlichen Sender RTVC sei eine Gruppe von Gleitschirmfliegern, allesamt Urlauber, von Izaña gestartet. Ziel war der Playa Jardín in Puerto de la Cruz. Kurz vor dem Landeplatz soll jedoch ein Flieger an Höhe verloren haben und ins Meer gestürzt sein. Seitdem wird der Mann vermisst. Der aktuell starke Wellengang vor der Insel erschwert die Suche. Diese wurde auch am Donnerstag (5. Februar) fortgesetzt – bislang ohne Erfolg.

Gleitschirmunfälle von Touristen auf den Kanaren sind keine Seltenheit, sondern laut dem spanischen Radiosender Cope ein zunehmendes Problem. Erst kürzlich musste ein Urlauber nach einem Unfall in Adeje gerettet werden. Gerade wenn die Kälte in Europa das Fliegen unmöglich macht, würden viele Touristen zum Gleitschirmfliegen nach Teneriffa kommen, sagte Sergio Castañeda, Mitglied des Kanarischen Luftsportverbandes, dem Sender.

Gleitschirm-Unfälle auf Teneriffa: „Unwissenheit und mangelnde Flugerfahrung“

Doch viele seien nicht auf die Herausforderungen der Kanaren vorbereitet. „Bislang sind Unwissenheit und mangelnde Flugerfahrung die Hauptursachen“, erklärte Castañeda. Viele hätten gerade erst angefangen mit dem Fliegen. „Der Hauptschuldige ist der Gleitschirmflieger selbst.“ Denn er müsse sich auf die thermischen Gegebenheiten vorbereiten. Auch ein anderes Natur-Phänomen kann Urlaubern auf Teneriffa gefährlich werden.

Aufklärung sei daher besonders wichtig. Castañeda forderte spezielle Start- und Landeplätze. Dort sollen einheimische aber auch ausländische Flieger auf die Eigenschaften des Gebietes, die vorherrschenden Winde sowie mögliche Gefahren hingewiesen werden. Das würde die Gleitschirmpiloten aber nicht von ihrer Verantwortung entbinden, betonte Castañeda. Immer wieder kommt es beim Gleitschirmfliegen zu Unfällen. Selbst erfahrene Paraglider sind davor nicht geschützt. (Quellen: 112 Canarias, RTVC, Cope) (kas)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/kuestenwache-sucht-vermissten-touristen-vorfaelle-auf-urlaubsinsel-haeufen-sich-zr-94157739.html