Am heutigen Freitag startet die Moosburger Herbstschau. Eine neue Attraktion feiert auf dem Festgelände Premiere. Auch der Bierpreis steht inzwischen fest.
Moosburg - Grinsend sagte Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger, dass man gerne bestellen werde. Man sei ja schließlich eingeladen. Bekanntlich schmeckt Freibier immer am Besten, und die Kosten für die Bierprobe am Montagabend übernahmen diesmal die Festwirtsfamilie Krämmer sowie die Erdinger Brauerei. Bei der traditionellen Bierprobe für die Herbstschau wurden Moosburger Stadträte, Hilfsorganisationen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Staudinger Keller eingeladen.
Für die beiden Festwirte aus Ergolding werden die zehn Tage etwas ganz besonderes, bilden sie doch den Abschluss eines Lebensabschnitts. Michaela Krämmer gab einen Einblick in die Gedanken am finalen Moosburger Festsonntag: „Dann sagen wir: Schön war’s. Das war’s.“ Nach Moosburg werden die Krämmers nie wieder ein Volksfest rocken, wie sie im Interview mit dem Tagblatt klarstellten. Michaela Krämmer betonte, dass beide in diesem Beruf nicht mehr weitermachen werden.
„Optimismus liegt im Naturell des Moosburgers“
Zur Nachfolge des Ehepaars Krämmer konnte Dollinger noch nichts sagen. Aktuell läuft bei der Stadt die Ausschreibung für einen neuen Festwirt. „Natürlich sind wir optimistisch, eine gute Lösung zu finden“, sagte der Moosburger Bürgermeister Josef Dollinger, „Optimismus liegt im Naturell des Moosburgers.“ Und da schob er gleich noch einen nach: „Die Tage vor der Herbstschau hat es sich ausgeregnet, und jetzt bekommen wir das gute Wetter, das wir auch verdient haben.“
Robert Jell, Leiter des Qualitätsmanagements der Erdinger Brauerei, stellte die beiden Festbiere vor. Das Brauhaus Hell hat 5,1 Prozent Alkoholgehalt bei einer Stammwürze von 11,8. Dazu kommt das Weißbier mit 4,9 Prozent Alkohol und der Stammwürze 11,9. Die Maß Helles kostet in diesem Jahr 11,30 Euro, die Weißbier-Maß 11,90 Euro.
Festplatz bis zum allerletzten Quadratmeter ausgereizt
Für den Vergnügungspark zeichnen in Moosburg Vize-Geschäftsleiter Max Götz und Bauhofleiter Martin Holzner verantwortlich. „Wir haben den Festplatz wirklich bis zum allerletzten Quadratmeter ausgereizt“, sagt Martin Holzner. Mit dem Fahrgeschäft „Flipper“ hat man diesmal einen echten Kracher in die Stadt geholt. Dies ist quasi eine Weiterentwicklung der rotierenden Scheibe „Breakdance“, bei der die Fahrgäste auch noch in die Luft gehen.
Ein kleines Drama gab es um ein bei der Herbstschau eingeplantes, komplett neues Fahrgeschäft, das seit einem halben Jahr in Niederbayern steht: Dessen Betreiber wartet, Verluste schreibend, auf die TÜV-Abnahme. Auch für Moosburg kam das Siegel nicht rechtzeitig, so dass Holzner kurzfristigen Ersatz holen musste für den Schausteller, mit dem man im Frühjahr den Vertrag geschlossen hatte.