Die Polizei suchte in Kärnten in Österreich nach dem seit mehreren Tagen vermissten Bergsteiger Kai Mosbacher. Der Mann aus Bayerb soll bereits am 8. September ein Foto vom Gipfel des Schwarzkopfes an eine Bekannte geschickt haben. Seitdem fehlt von dem bekannten Extrembergsteiger aber jede Spur. Nun gab die Polizei ein Update zu dem Fall und das macht wenig Hoffnung. "Wir müssen davon ausgehen, dass er nicht mehr am Leben ist", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Kärnten dem Nachrichtenportal "T-online" am Sonntag.
Bergsteiger aus Bayern in Kärntner Alpen vermisst
Nachdem die Suche bislang erfolglos verlaufen war, setzen Einsatzkräfte vergangene Woche ihre Bemühungen weiter fort, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Mittlerweile hat die Polizei sie aber wieder eingestellt. "Die Suche ist unterbrochen worden und wird bis zum Einlangen neuer Hinweise auch nicht fortgesetzt werden", sagte Bezirksinspektor Werner Pucher von der Klagenfurter Landespolizeidirektion der "Bild". Dabei blieb es auch. Seit dem 17. September wird nicht mehr nach ihm gesucht.
"Das Gebiet ist so entlegen, dass kaum ein Wanderer dort zufällig vorbeikommen wird", sagte der Polizeisprecher weiter zu "T-online". Möglicherweise sei der Mann in eine Spalte gestürzt und aus der Luft nicht zu sehen. Das Suchgebiet erstreckt sich über etwa 1200 Quadratkilometer und ist damit fast halb so groß wie das Saarland.
Laut den Angaben hat Mosbacher bereits mehr als 5500 Gipfel bestiegen. Erschwerend für die Rettung ist jedoch, dass der Mann unter dem Asperger-Syndrom leidet, wie er in einem Interview mit dem Deutschen Alpenverein angab. Betroffene sind dadurch mitunter weniger oder besonders empfindlich für Kälte oder anderen Wetterauswirkungen. Auch können Menschen mit dem Syndrom in Stresssituationen schnell überfordert sein.
Bekannte aus Deutschland verständigte die Polizei
Er war Polizeiangaben zufolge am 8. September von einer Hütte in Mallnitz in den Kärtner Alpen zu einer Bergtour im Ankogel-Gebiet aufgebrochen. "Laut Eintrag im Hüttenbuch des Hannoverhauses brach er in Richtung Ali-Lanti-Biwak auf, die genaue Route ist jedoch unbekannt", sagte Bergretter Christian Koller der "Bild".
Nachdem sich der Mann nicht mehr bei ihr gemeldet hatte, verständigte eine Bekannte aus Deutschland kurz darauf die Bergrettung vor Ort. Die Frau soll demnach auch alle Berghütten abtelefoniert haben. Doch es fehlt jede Spur von dem Mann aus Garmisch-Partenkirchen.
Die Einsatzkräfte hätten daraufhin unter anderem mit Hubschraubern nach dem 1,90 Meter großen und schlanken Mann gesucht. Bei einer Suchaktion am Samstag nach dem Verschwinden waren zuletzt laut Polizei 39 Mitglieder der Bergrettung, sechs Kräfte der Alpinpolizei und zwei Hubschrauber im Einsatz.
Mit Material von dpa