Stadtwerke München übernehmen das Aufkirchener Windrad

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Ein Windrad (Beispielfoto). © Pia Bayer

Die Genehmigungen liegen vor, der Zuschlag der Netzagentur steht - und trotzdem geben die Planer ihr Windkraft-Projekt bei Aufkirchen/Rammertshofen in der Gemeinde Egenhofen jetzt ab.

Die Stadtwerke München wollen das geplante Windrad bauen und betreiben.

„Schweren Herzens haben wir uns von dem Projekt verabschiedet“, sagt Vitus Hinterseher. Seine Umwelt GmbH und die neoVIS-s.e. GmbH aus Landshut haben das Windrad bis zur Baureife vorangetrieben und wollten es eigentlich auch selbst betreiben.

Nicht vorhersehbar

Sehr spät in der Projektierung seien aber Entwicklungen klar geworden, die vorher nicht absehbar gewesen seien. „Es war nicht mehr sicher, dass das Windrad erfolgreich betrieben werden kann.“ Daher sei es notwendig geworden, einen schnellen und starken Partner mit entsprechender Manpower und entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten aus der Region zu finden, der sofort und nahtlos einsteigen kann.

Das Windrad bei Aufkichen/Rammertshofen soll mit einer Leistung von 7,2 Megawatt künftig jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – genug für rund 3250 Haushalte. Das bringe die Stadtwerke München ihrem Erneuerbaren-Ziel näher. Denn das kommunale Unternehmen will mit eigenen Anlagen so viel Ökostrom erzeugen, wie die Stadt München insgesamt verbraucht.

Die Rodung

Ziel ist es nun, heuer im Winter mit den Rodungsarbeiten zu beginnen, wobei der Eingriff in den Wald möglichst gering bleiben soll. Temporär gerodete Flächen werden wieder aufgeforstet. Für die dauerhaft benötigten Flächen wird ein neuer Mischwald aus Eichen und Hainbuchen angelegt. Im Frühjahr 2026 soll dann das Betonfundament entstehen.

Das geplante Windrad soll eine Nabenhöhe von 175 Metern haben, ist also deutlich höher als beispielsweise das Mammendorfer Rad (135 Meter Nabenhöhe). Der Rotor soll einen Durchmesser von 172 Metern haben - vom Boden bis zur höchsten Spitze wäre die Aufkirchener Anlage also 261 Meter hoch.

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