Nicht nur die Bayern selbst wissen, wie schön die Naturwunder in ihrem Land sind. In einem europaweiten Ranking gewinnt ein bayerischer See mit Abstand.
Kochel am See – Ein See in Oberbayern ist europaweit so gefragt wie kein anderer in seinem Gebiet – und es ist nicht der Kochelsee, wie die Ortsmarke vermuten lässt. In einer Studie kam nun raus: In einer Liste von Europas schönsten Plätzen zum Wildschwimmen belegt dieser See den ersten Platz. Mit Abstand.
Wildschwimmen am Walchensee: beliebtester Ort Europas
Das sogenannte Wildschwimmen – also das Schwimmen in natürlichen Gewässern abseits klassischer Freibäder – ist bei Natur-Fans sehr beliebt. Mit unschlagbaren 165.000 jährlichen Google-Suchanfragen führt der Walchensee in Bayern die Liste der beliebtesten Wildschwimm-Orte Europas an. Genauer liegt der Walchensee rund 75 Kilometer südlich von München in den bayerischen Alpen und gehört zur Gemeinde Kochel am See. Mit seinem türkisblauen, klaren Wasser gilt er als einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands, mit Ausblick auf die Bergkulisse des Voralpenlands.
Seen-Studie von Icelandair
Für die Auswertung von Europas beliebtesten Orten für Wildschwimmer identifizierte man für die Studie 40 solcher Orte. Mithilfe des Google Keyword-Planers wurden die Suchvolumen für jeden Ort weltweit ermittelt. Sodann wurden die jährlichen Suchvolumen berechnet. Diese Orte wurden vom höchsten zum geringsten Suchvolumen sortiert. Außerdem behandelt die Studie die gesundheitlichen Vorteile des Wildschwimmens.
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2. bis 5. Platz: Seen von Schottland bis über Italien nach Litauen – und Brandenburg
Neben dem Walchensee wurden in der Untersuchung weitere 39 Wildbadestellen in Europa bezüglich ihrer globalen Online-Sichtbarkeit analysiert. Die „Fairy Pools“ auf der Isle of Skye in Schottland belegten mit 135.000 jährlichen Suchanfragen den zweiten Platz – 30.000 Anfragen hinter dem oberbayerischen Gewinner. Es folgen die „Grünen Seen“ nahe Vilnius in Litauen (110.000), der Lago di Tenno in Italien (74.000) sowie der Liepnitzsee in Brandenburg (49.500).
Warum Wildschwimmen statt normalem Schwimmen oder Planschen?
Doch was ist überhaupt das besondere an Wildschwimmen? Die Allgemeinmedizinerin Dr. Hana Patel äußert sich im Rahmen der Studie folgendermaßen: „Wildschwimmen wirkt als natürlicher Stoffwechselbooster.“ Das kalte Wasser aktiviere braunes Fettgewebe, das wiederum die Stoffwechselgesundheit verbessere. Zudem verbessere es laut Dr. Patel andere Gesundheitsfaktoren wie die Schlafqualität, den Lymphabfluss sowie die Hautdurchblutung.