Sprung in Walchensee endet auf Steinen: Wasserwacht hilft Urlaubern in Not

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Kochel am See

Kommentare

Ungewöhnlicher Einsatz: Ein Schwimmer wollte abends nicht mehr aus dem Wasser. Das Team der Wasserwacht Walchensee brachte den Mann in der Dämmerung gesichert zurück ans Ufer. © Grünwald

Zu neun Einsätzen wurde die Wasserwacht Walchensee in den vergangenen Tagen gerufen. Die Ehrenamtlichen sicherten auch Dreharbeiten in der Sachenbacher Bucht.

Walchensee - Zu neun Einsätzen musste das Team der Wasserwacht Walchensee in den vergangenen Tagen ausrücken. Am vergangenen Mittwoch erkrankte ein 16 Monate altes Kleinkind einer Urlauberfamilie auf dem Nachtparkplatz schwer. Die Ehrenamtlichen leisteten kurz vor Mitternacht Erste Hilfe, anschließend wurde der Bub ins Krankenhaus nach Garmisch-Partenkirchen gebracht, berichtet Lisa Grünwald vom Wasserwacht-Team. Zu einem neurologischen Notfall wurden die Helfer am Donnerstagvormittag gerufen. Der 62 Jahre alte Patient wurde ebenfalls in Krankenhaus nach Garmisch-Partenkirchen gebracht.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt's jetzt auch in unserem regelmäßigen Bad-Tölz-Newsletter.)

Am vergangenen Freitag wurden die Ehrenamtlichen drei Mal absolviert. Ein Urlauber war gegen 15 Uhr mit dem Rad gestürzt und hatte sich Prellungen und Schnittwunden zugezogen. Der Rettungswagen brachte den 30-Jährigen ins Krankenhaus. Eine gute Stunde später ereignete sich ein schwerer Sprung-Unfall auf Höhe der Galerie. Ein junger Mann aus Bielefeld wollte mit einer sogenannten Affenschaukel in den See springen. Doch der Sprung misslang, und der 19-Jährige landete in der Uferverbauung. Dabei verletzte er sich am Knie und erlitt eine Platzwunde. Der Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.

Schwimmer will nicht zurück ans Ufer

Ungewöhnlich war noch ein Einsatz am Freitagabend gegen 20 Uhr. Ein Schwimmer kehrte nicht ans Ufer zurück. Zeugen sahen den Mann relativ weit draußen und verständigten die Wasserwacht. „Der Mann, der mit einer Schwimmhilfe unterwegs war, schwamm im 16 Grad kalten Wasser und wollte nicht mehr zurück ans Ufer“, berichtet Grünwald. Die Verständigung sei schwierig gewesen, weil der Mann kein Deutsch sprach und Hilfe verweigerte. Letztlich wurde er gesichert ans Ufer zurückgebracht.

Dreharbeiten in Sachenbach begleitet

Am Samstag wurden die ehrenamtlichen Lebensretter zu einem häuslichen Unfall in Walchensee gerufen. Ein Mann musste nach einem Sturz versorgt werden. Trotz des schönen Wetters war es am Sonntag am See relativ ruhig. Die Wasserwachtler versorgten einen Münchner (60), der sich an der Surffinne eine stark blutende Wunde zugezogen hatte. Später kam noch ein Jugendlicher (16) aus München, der sich eine Platzwunde an der Uferverbauung zugezogen hatte.

Außerdem sicherten die Ehrenamtlichen vier Tage lang Dreharbeiten in der Sachenbacher Bucht (Gemeinde Jachenau) ab. Dort war ein Filmteam zugange, das zahlreiche Schaulustige anzog. Details dazu wollte die Produktionsfirma auf Kurier-Anfrage nicht öffentlich preisgeben.

Auch interessant

Kommentare